Chemie

Corona-Boom für eine ganze Branche

Hohe Nachfrage nach Medikamenten lässt Pharmaunternehmen besser dastehen als die meisten Betriebe.

13.08.2020

Von DPA

Stuttgart. Eine gestiegene Nachfrage nach Medikamenten zu Beginn der Corona-Pandemie hat der Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg die Bilanz im ersten Halbjahr gerettet. Die Umsätze der Branche seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 0,9 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte der Branchendachverband Chemie BW mit. Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer sagte, die Branche habe bisher „nur Kratzer abbekommen“. Zu Beginn der Krise im Frühjahr, als die Pandemie weite Teile der Wirtschaft in die Knie zwang, sei die Nachfrage nach Arzneimitteln und Chemikalien erheblich gestiegen, es habe sich eine „gewisse Sonderkonjunktur“ entwickelt, sagte Mayer. Der Umsatzrückgang im ersten Halbjahr sei hauptsächlich mit nachlassenden Auslandsgeschäften (minus 1,7 Prozent) zu erklären.

Mayer sagte allerdings, die Branche blicke mit Sorge auf die nächsten Monate. „Die explodierende Staatsverschuldung und die teilweise irrational geführten Handelsauseinandersetzungen sind extreme Risiken für die Wirtschaft.“ Chemie BW vertritt 473 Unternehmen und damit mehr als 90 Prozent der Pharma- und Chemieindustrie Baden-Württembergs. Die Mitglieder des Verbandes beschäftigen zusammen rund 107 800 Menschen. dpa

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Erstellt:
13. August 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. August 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. August 2020, 06:00 Uhr

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