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Clair Obscur

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Der Dokumentarfilm porträtiert zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche türkische Frauen.

Clair Obscur

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Türkei 2017

Regie: Yesim Ustaoglu


105 Min.

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06.06.2017
  • Festivalinf0

Inhalt: Sehnaz und Elmas könnten auf den ersten Blick keine zwei unterschiedlicheren Frauen der türkischen Gesellschaft sein: Shenaz arbeitet als Psychotherapeutin an der türkischen Mittelmeerküste, lebt in einem schmucken Haus und führt – vermeintlich – eine stabile Beziehung. Elmas wurde als Teenagerin mit einem viel älteren Mann verheiratet, ist ihm widerwillig sexuell zu Diensten und kümmert sich um ihre Schwiegermutter und alle Haushaltsangelegenheiten. Doch auch auf der anderen Seite der zerrissenen türkischen Gesellschaft bleibt die Sehnsucht nach der versprochenen Freiheit enttäuscht und gleichzeitig ungebrochen.

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06.06.2017, 11:11 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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