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Chronologie der Ereignisse

06.02.2016

Von SWP

7. September 1987: "Der Spiegel" berichtet im Landtagswahlkampf, SPD-Spitzenkandidat Björn Engholm sei bespitzelt worden.
12. September 1987: Am Tag vor der Wahl meldet das Blatt eine Schmutzkampagne gegen Engholm. Urheber: Reiner Pfeiffer, Referent in der Staatskanzlei von CDU-Regierungschef Uwe Barschel. Die CDU verliert die absolute Mehrheit; es gibt ein Patt.

18. September 1987: Mit einem "Ehrenwort" weist Barschel alle Vorwürfe zurück, er kündigt eine Woche später seinen Rücktritt an.

11. Oktober 1987: Barschel liegt tot im "Beau Rivage". Die Schweizer Behörden sprechen von Selbstmord.

3. Februar 1988: Ein Untersuchungsausschuss kommt zu dem Ergebnis, dass der Anstoß zur Schmutzkampagne gegen Engholm von Barschel kam.

8. Mai 1988: Die SPD holt bei einer Neuwahl die absolute Mehrheit.

1. März 1993: SPD-Sozialminister Günther Jansen gibt zu, 40 000 Mark an Pfeiffer gezahlt zu haben. Er tritt am 23. März zurück.

3. Mai 1993: Engholm tritt als Ministerpräsident und SPD-Chef zurück. Er habe früher als im Ausschuss behauptet von Pfeiffer gewusst.

23. Oktober 1995: Ein zweiter Ausschuss ermittelt, dass SPD- Politiker früh von Pfeiffer als Drahtzieher der Kampagne wussten.

2. Juni 1998: Die Staatsanwaltschaft Lübeck stellt ihre Ermittlungen ein. Ob Barschels Tod Selbstmord oder Mord war, bleibt ungeklärt.

27. September 2007: Generalstaatsanwalt Erhard Rex warnt vor einseitigen Mord-Spekulationen. Es gebe Indizien für Mord und Selbstmord. Der Tod bleibe ein Rätsel.

25. August 2011: Ex-Barschel-Chefermittler Heinrich Wille behauptet in seinem Buch "Ein Mord, der keiner sein durfte", Barschel sei ermordet worden. Beweise hat er nicht.

28. Juli 2012: An Barschels Kleidung werden DNA-Spuren entdeckt, sie reichen aber nicht für einen Abgleich mit der BKA-Datei aus. Die Staatsanwaltschaft sieht keine Handhabe für neue Ermittlungen.

27. November 2013: Das Bundesverwaltungsgericht weist die Klage eines Reporters auf Akteneinsicht ab. Im Fall Barschel sei die gesetzliche Schutzfrist von 30 Jahren noch nicht abgelaufen, urteilt das Gericht. dpa

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Erstellt:
6. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
6. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2016, 08:30 Uhr

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