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Wahl · Christian Schneider will Oberbürgermeister werden

Früherer Tübinger Regierungs-Vizepräsident Schneider geht ins Rennen um den Reutlinger Chefsessel

Im späten Frühjahr sei er erstmals von der CDU auf eine OB-Kandidatur in Reutlingen angesprochen worden, Mitte Juni stand für Dr. Christian Schneider fest: „Der Job reizt mich, ich möchte Oberbürgermeister in Reutlingen werden!“ Damit habe er sich zu einer Zeit für die Kandidatur entschieden, als noch nicht feststand, dass Amtsinhaberin Barbara Bosch nicht mehr antrete, sagt Rainer Löffler, CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat.

11.10.2018

Von Thomas de Marco

Er möchte an die Spitze der Reutlinger Verwaltung: Dr. Christian Schneider, Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion. Bild: Haas

Es sei „ein toller Tag“ für ihn, erklärte Schneider am Donnerstag, als ihn die CDU-Findungskommission aus Löffler, der Stadtverbandsvorsitzenden Gabriele Gaiser, Ex-Landes-Wirtschaftsminister Hermann Schaufler und dem früheren CDU-Landtagsabgeordneten Dieter Hillebrand präsentierte.

Schneider bezeichnete Reutlingen als unheimlich lebenswerte Stadt – und ging gleich in die Vollen mit seinen wichtigsten Themen. Reutlingen solle wieder zum zentralen Wirtschaftsstandort werden. Bei der Suche nach neuen Gewerbeflächen werde er auf die Nachbarn zugehen, allen voran Metzingen und Tübingen. Die Region mit den Nachbarn wirtschaftlich weiterzuentwickeln sei für ihn eine „Herzensangelegenheit“. Die Haupteinnahmequelle Gewerbesteuer sei in Reutlingen unterentwickelt. Die Einnahmen müssten verbessert werden – aber nicht durch Erhöhung dieser Steuer.

Schwerpunkt Nummer 2 ist für Schneider Wohnen. „Da ist schnelles, kostengünstiges Bauen notwendig. Dafür braucht man Flächen und muss schauen, ob nicht die Stadt selbst als Bauherr aktiver werden kann“, sagt er. Es sollte auch nicht unbedingt der günstigste Anbieter, sondern das beste Konzept zum Zuge kommen. Er würde die Ortsteile miteinbeziehen, außerdem dürfe die Baubehörde kein Hemmschuh sein.

Junge Familien, die nach Reutlingen ziehen, müssten bei Bildung und Betreuung ein qualitativ hochstehendes Angebot vorfinden, sagt Schneider. Beim Verkehr brauche die Stadt eine Infrastruktur, die keinen Verkehrsträger verteufle. „Wir sind nach wie vor auf mobilisierten Individualverkehr angewiesen“, betont der Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion.

Die Klammer um alle diese Themen herum sei aber die Innere Sicherheit, sagt Schneider. Die gefühlte Sicherheit der Menschen sei ihm wichtig, deshalb wolle er dies mit den Leuten auch besprechen. Videoüberwachung sei immer das letzte Mittel, dürfe aber nicht ausgeschlossen werden.

Beim Thema Stadtkreis hält sich der CDU-Kandidat zurück. „Wenn dieses Schild dranhängen sollte, wäre es gut – aber es ist nicht so wichtig.“ Für die Bürger sei entscheidend, dass die Stadt gut funktioniert. Bei einem negativen Bescheid des Landtags müsste eine Klage sehr gut überlegt werden, betont der Jurist. Dieses Geld sollte vielleicht besser in Kindertagesstätten gesteckt werden. „Außerdem brauchen wir das Land auch danach noch“, sagt Schneider.

Eine Beamtenlaufbahn mit vielen Stationen

Kein reines CDU-Gewächs sei er, sagt OB-Kandidat Dr. Christian Schneider. Geboren am 5. März 1964 in Mühlheim/Ruhr studierte er Jura und wurde danach ein „typischer Laufbahnbeamter“, wie Schneider selbst sagt: Er arbeitete in den Finanzverwaltungen von Sachsen, Nordrhein-Westfalen und anschließend im Jahr 2000 in Baden-Württemberg, wo er Referent des Staatssekretärs im Finanzministerium wurde. Er war zudem Büroleiter in verschiedenen Ministerien des Landes, bevor er als Vizepräsident zum Regierungspräsidium Stuttgart wechselte. Das gleiche Amt hatte er von November 2015 bis Juni 2016 in Tübingen unter Regierungspräsident Jörg Schmidt inne. Derzeit ist Schneider Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Waldenbuch. Der 54-Jährige ist seit 2000 in der CDU.

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Erstellt:
11. Oktober 2018, 16:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Oktober 2018, 16:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2018, 16:00 Uhr

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