Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Chinesen planen aufwendige Action-Komödie in Bayern – Reizvolles Projekt für Filmförderung
Die Produzenten Helmut Hartl und Toni Wommer sowie Regisseurin Dan Tang präsentieren „Love of Alps“. Foto: dpa
Alpen, Adel, schnelle Autos

Chinesen planen aufwendige Action-Komödie in Bayern – Reizvolles Projekt für Filmförderung

Bayern und die Alpen sind für viele Chinesen Sehnsuchtsorte. Nun soll der Freistaat Kulisse für einen Kinofilm werden. „Love of Alps“, eine Actionkomödie.

09.08.2016
  • CORDULA DIECKMANN, DPA

München. Alpen, Adel und superschnelle Autos – für Kinogänger in China ist das offenbar eine Traumkombination: Für 16 Millionen Euro wollen Produktionsfirmen der Volksrepublik mit deutschen Partnern in Bayern 2017 den Kinostreifen „Love of Alps“ drehen.

Der Film solle für die Chinesen so etwas wie „mentaler Wellnessurlaub“ werden, sagt Regisseurin Tang Dan. Deshalb arbeitet sie an einer romantischen Action-Komödie mit einer chinesischen Millionenerbin, einem deutschen Prinzen und einem Meisterdieb. Damit es authentisch wird, haben die Filmemacher fürstliche Unterstützung: Albert von Thurn und Taxis (33) berät das Team; ist prominenter Vertreter des Hochadels und begeisterter Rennfahrer.

Die Geschichte dreht sich um die 20-jährige Tang Tang – aus schwerreichem Hause und wunderschön. Mit ihrer großen Liebe Prinz Edward teilt sie die Leidenschaft für Autorennen. Der begehrte Junggeselle hat einen noblen Stammbaum, zählt er doch einen deutschen Kronprinzen zu seinen Ahnen.

Das Glück ist jedoch in Gefahr. Edward muss ein großes Rennen gewinnen, um die Familienschulden zu tilgen. Außerdem bereitet seine eifersüchtige Ex-Freundin Isabella Ärger, selbst Spross der königlichen Familie. Unterdessen plant der Meisterdieb Xiaofei einen Coup. Um seine todkranke Mutter zu retten, will er in Europa aus dem Schatz der königlichen Familie einen antiken Jade-Buddha klauen und verbündet sich dazu mit der chaotisch-hübschen Kunststudentin An An.

„Die Kombination aus Adel, Rennsport und bayerischem Setting bedient die Klischees von dem, was Deutschland ist“, sagt Anke Redl, die für German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, in Peking sitzt. Gerade bayerische Autos stehen in China hoch im Kurs – die Kader der kommunistischen Partei fahren gerne Audi. Fehlt nur noch der FC Bayern, findet Redl: „Wenn Fußball dabei wäre, wären die wichtigsten Schlüsselwörter erwähnt.“

Die meisten Rollen sind vergeben. Die Nachwuchsschauspielerin Lin Yun spielt Tang Tang, Eddie Peng den Dieb. Nur Edward, der „schnellste Prinz der Welt“, wird noch gesucht. „Es wird auf jeden Fall ein Darsteller sein, der in China durch internationale Blockbuster bekannt ist“, sagt der Produzent Helmut Hartl von der Produktionsfirma Embassy of Dreams.

Im April 2017 sollen die Dreharbeiten beginnen, auf Chinesisch und Englisch, auch mit Blick auf den US-Markt. Nur etwa ein Zehntel des 16 Millionen Euro teuren Films wird in China gedreht. 25 bis 30 Prozent seien Gagen, sagt Hartl, unter anderem „für chinesische Stars mit ihrem doch ernstzunehmenden Honorarspiegel“.

Das dürfte auch dem FilmFernsehFonds Bayern (FFF) gefallen, den die Produktion um Fördergeld bitten will. FFF-Vize-Geschäftsführerin Gabriele Pfennigsdorf sagt, sie wäre „nicht unfroh“, wenn „Love of Alps“ klappt. „Das wäre das erste große Projekt mit Asien für Bayern“. Dass Fördergeld tatsächlich im Freistaat bleiben, das bestimmen die Richtlinien des FFF: Wer Geld bekommt, muss es auch hier ausgeben, für Reisekosten, Hotels, Catering, Produktionsfirmen, Gagen und vieles mehr.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.08.2016, 06:00 Uhr
Die Kommentarfunktionalität wurde für diesen Artikel deaktiviert.
 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Zuschauer-Stimmen
Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Neue Trailer
Neueste
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram

Kino Suche im Bereich
nach Begriff

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular