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Peking/Basel

Chinesen planen Megacoup in der Schweiz

Milliardenschweres Übernahmeangebot in der Schweiz: Der größte chinesische Chemiekonzern ChemChina will den Agrarchemie-Anbieter Syngenta schlucken.

04.02.2016

Von DPA

Peking/Basel. Das würden sich die Chinesen über 43 Mrd. Dollar (39,43 Mrd. EUR) kosten lassen. Sollte der Deal genehmigt werden, wäre es der bisher größte chinesische Zukauf im Ausland.

Die staatliche China National Chemical Corporation - kurz ChemChina - bietet 465 US-Dollar (423 EUR) je Aktie zuzüglich einer Sonderdividende von 5 Franken. Das Angebot entspreche 480 Franken je Aktie, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Bis zum Ende des Jahres solle die Übernahme abgeschlossen sein.

Bereits seit einiger Zeit gab es Spekulationen über einen entsprechenden Deal. Mitte November hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass Syngenta ein Übernahmeangebot von ChemChina unter Berufung auf regulatorische Vorbehalte zurückgewiesen habe.

Der Kauf von Syngenta wäre nun ein wichtiger Schritt in der Strategie Chinas, die Entwicklung seiner Landwirtschaft durch moderne Methoden wie Biotechnologie voranzubringen. Das Übernahmevorhaben muss möglicherweise einen langwierigen Genehmigungsprozess in der EU und USA durchlaufen. Eine Kernfrage ist, ob das Komitee für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) zustimmen muss. Das Aufsichtsgremium, das Übernahmen auch unter dem Gesichtspunkt nationaler Sicherheit prüft, gilt als wenig chinafreundlich.

Syngenta macht schätzungsweise ein Viertel seines Umsatzes in den USA, wo es der größte Pestizid-Verkäufer ist.

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Erstellt:
4. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
4. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Februar 2016, 08:30 Uhr

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