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Strafzölle

China erwartet größten Handelskrieg der Geschichte

Peking reagiert auf Donald Trumps Strafzölle und erhebt umgehend eigene Abgaben. Weitere Schranken könnten folgen.

07.07.2018

Von DPA

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China ist mit gegenseitigen Strafzöllen eskaliert. Die Konfrontation zwischen den beiden größten Volkswirtschaften weckt Sorgen über weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft und andere Länder wie Deutschland. US-Präsident Donald Trump drohte China sogar noch mit zusätzlichen Strafzöllen, die auf alle seine Importe in die USA im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar ausgedehnt werden könnten.

In einer ersten Runde traten US-Sonderabgaben von 25 Prozent auf Einfuhren aus China im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft. Chinas Zoll reagierte umgehend mit Sonderzöllen auf Einfuhren aus den USA in ähnlichem Umfang. China sehe sich zum „notwendigen Gegenangriff“ gezwungen, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking. Die USA hätten „den größten Handelskrieg in der Wirtschaftsgeschichte“ eingeläutet.

Von Chinas Strafzöllen sind landwirtschaftliche Produkte wie Sojabohnen, Fisch, Schweinefleisch, Rindfleisch, Molkereiprodukte betroffen. China zielt damit auf die Wählerschaft von Trump im ländlichen Raum. Höhere Zölle werden aber auch auf Autos erhoben. Darunter leiden vor allem deutsche Autobauer wie Daimler und BMW, die China auch von ihren Werken in den USA aus beliefern.

Trump ist ein Dorn im Auge, dass China mit 500 Milliarden US-Dollar mehr in die USA exportiert als umgekehrt die USA mit 130 Milliarden nach China. Er begründet die jetzigen Strafzölle mit zwangsweisem Transfer von Technologie, Verstößen gegen Urheberrechte oder unfairer Staatssubventionen für innovative Industrien in China.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben hält die genauen Folgen des Handelskonflikts für noch nicht abschätzbar. Die strukturellen Auswirkungen aber seien „katastrophal“, sagte er im SWR. Durch die Zollpolitik des US-Präsidenten werde ein „System von Regeln“ zerstört.

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Erstellt:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2018, 06:00 Uhr

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