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Chef des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm zu Fortschritten bei Neubaustrecke und Tiefbahnhof
Leidenschaftlicher Befürworter von Stuttgart 21 und Neubaustrecke: Georg Brunnhuber sieht speziell zwischen Wendlingen und Ulm große Fortschritte. Foto: Könneke
Tempo im Tunnel, sportlich in Stuttgart

Chef des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm zu Fortschritten bei Neubaustrecke und Tiefbahnhof

Bohrarbeiten, Betonplatten und Befriedungsabsichten: Der Vorsitzende des Bahnprojekt- Vereins Georg Brunnhuber äußerte sich im Gespräch zum aktuellen Stand bei Tiefbahnhof und Neubaustrecke.

11.12.2015
  • TOBIAS KNAACK

Ulm. Die Bahn ist ihrer Zeit voraus. Zumindest auf der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Dort sei man mit den Bauarbeiten weit vor der Planung: am Steinbühltunnel etwa "ein gutes halbes Jahr", wie Georg Brunnhuber, Vorsitzender des Vereins Bahnprojekt Stuttgart-Ulm, sagt. Es gehe so gut voran, berichtete der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete während eines Redaktionsbesuchs bei unserer Zeitung, dass die Arbeiten am Alb-Abstiegstunnel nach derzeitigem Stand schon im Sommer 2017 beendet sein könnten - und nicht, wie zunächst geplant, gegen Ende 2017. Das liege vor allem daran, dass "das Gestein deutlich besser ist als gedacht" und die Tunnelarbeiten entsprechend schnell vorankämen.

Beim Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 liege man bei den Kosten derzeit, da "mehr als die Hälfte der Aufträge" vergeben sei, im vorgesehenen Rahmen. Brunnhuber äußerte sich optimistisch, die Kosten auch bei etwaigen Unwägbarkeiten halten zu können.

Der Verein sieht sich auch in anderer Hinsicht obenauf: bei der Kommunikation. War die Bahn zu Hochzeiten der Proteste gegen Stuttgart 21 in der Defensive und sah sich ständig neuen Vorwürfen ausgesetzt, könne man mittlerweile eigene Akzente setzen. Etwa mit dem Turmforum im Stuttgarter Hauptbahnhof, das dieses Jahr mit voraussichtlich 250 000 Besuchern einen neuen Rekord aufstellt. Oder mit Baustellenführungen, wo man bis Ende 2016 mit 100 000 Menschen rechnet. Die Projektbefürworter würden mehr: "Das Info-Bedürfnis wächst täglich - auch in Stuttgart."

Das habe auch mit gesteigerter Transparenz zu tun - eine Erkenntnis aus den beharrlichen Protesten. Anfangs habe die Bahn geglaubt, dass mit Beginn der Bauarbeiten auch der Widerstand nachlassen würde - ein "Grundsatzfehler", wie Brunnhuber rückblickend sagt.

Erst seit 2010 gebe es eine breite Aufklärungskampagne. Etwa indem man auch klarer benenne, wo es hakt. Also zum Beispiel beim noch nicht planfestgestellten Bahnhof am Flughafen. Hier hofft Brunnhuber bis zum Sommer kommenden Jahres auf einen Bescheid - ursprünglich war es Frühjahr gewesen. Sollte es später als Sommer 2016 werden, werde auch die Fertigstellung des gesamten Projektes bis 2021 deutlich schwieriger.

Neben der Planfeststellung des Flughafen-Bahnhofs sieht Brunnhuber vor allem am Stuttgarter Hauptbahnhof selbst die größten Probleme für die anvisierte Eröffnung. Aktuell geht es konkret um das Gießen eines Teils der Betonplatte des Tiefbahnhofs. Hier mussten nach veränderten Anforderungen an die Erdbebensicherheit neue Berechnungen gemacht werden. Die seien nun abgeschlossen und bestätigt.

Begonnen werden kann mit dem Gießen aber erst, wenn die Arbeiten am Düker Cannstatter Straße abgeschlossen sind, der unter dem Bahnhof verlaufen wird. Den Zeitplan für die Fertigstellung der Arbeiten in der Landeshauptstadt nannte Brunnhuber "sportlich".

Deshalb sei es auch wichtig, "die Diskussion zu befrieden". So wünsche er sich, dass auch Skeptiker mehr eingebunden würden, die das Projekt "vertrauensvoll konstruktiv begleiten". Doch bei aller Befriedung, ganz ohne Seitenhieb geht es nicht. Mit Blick auf die montags noch immer Demonstrierenden sagte er: "Die sind gegen was. Wir schaffen Begeisterung für etwas."

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11.12.2015, 08:30 Uhr
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