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Keine Typen in der Combo

Charmante Mädchenpower bei der Tübinger Band Hard to handle

Der Weg auf die Live-Bühne ist steinig und wird glücklicherweise auch noch in den Proberäumen und nicht nur auf dem Fernsehschirm geebnet. So wie bei der Tübinger Girlsband Hard to handle, die den Jungs zeigt, dass auch Mädels rechtschaffen rocken können.

25.08.2010

Tübingen. Sommerfeeling im Tübinger Jamclub-Proberaum. Es ist heiß, gefühlte 40 Grad. Die fünf Schülerinnen von „Hard to handle“ proben und spielen für uns ein paar Stücke ihres gleichnamigen Debütalbums „Hard to handle“, das offiziell Anfang Oktober erscheint. Obwohl die Bandmitglieder noch ziemlich jung sind und über relativ wenig Live-Erfahrung verfügen, schlagen sie sich auf der Bühne mehr als beachtlich.

Melodiös und harmonisch

Die Tübinger Mädchenband Hard to Handle
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Die Tübinger Mädchenband Hard to Handle --

03:15 min

E-Gitarre und weibliche Stimme. Passt das eigentlich zusammen? Aber hallo, das ist längst ein eingespieltes Paar in der Popmusik. Nicht selten entsteht aus dieser Vermischung eher Rockiges. Das verhält sich bei Hard to handle ein wenig anders, obgleich es bei der Tübinger Mädchenband auch einen nicht zu unterschätzenden Rockfaktor gibt. Die Titel der seit sechs Jahren bestehenden Band sind melodiös und harmonisch, gleichzeitig mit kleinen aufgerauten Oberflächen versehen. Bisweilen schlägt Folkiges und ein wenig Country durch, auch Funk-Anleihen sind unverkennbar.

Musik jedenfalls, für die es keine Jungs braucht. War es Zufall oder geplant, eine reine Girlsband zu gründen? Sängerin Jana Ruppert ist da eindeutig: „Am Anfang war es schon eher Zufall, aber inzwischen würden wir keinen Typen mehr in unsere Band lassen.“ Gitarristin Julia Proß-Backhage pflichtet ihr bei: „Es passt einfach, dass wir ausschließlich Mädchen sind.“ Angefangen hat die Band vor sechs Jahren als Coverband, aber inzwischen haben sie nur noch wenige Fremdtitel im Repertoire und spielen überwiegend Eigenkompositionen. Für die Texte sind Gitarristin Julia und Sängerin Jana zuständig.

Hard to handle, das sind Sängerin Jana Ruppert (18), Gitarristin Julia Proß-Brakhage (17), ihre ältere Schwester Maria (18) am E-Bass, Julia Klimesch (18) am Saxophon und Piano sowie Valentina Diegel (18) am Schlagzeug. Der Umgang mit rockigen Sounds ist zunächst ein eher beiläufig-untergründiger.

Zahl der Fans steigt stetig

Erst allmählich, auch im Sinne einer konzertdramaturgisch geschickten Steigerung, kommen auch Keyboard-getränkte und Gitarren-gesättigte Klänge hinzu. Im Vordergrund steht meist die Stimme von Jana Ruppert, die mal von treibenden Bass-Pluckern, mal von lässigen Saxophontönen begleitet wird. Gemeinsam proben und live auftreten, das ist den fünf Mädchen gleichermaßen wichtig, wenn es auch manchmal schwierig ist, zeitlich alle unter einen Hut zu bekommen. Dazu Drummerin Valentina Diegel: „Wenn wir es neben unseren anderen Verpflichtungen einrichten können, versuchen wir so oft wie möglich live aufzutreten. Vor allem beim Stadtfest oder bei Jamclub-Konzerten sind wir fast jedes Mal dabei.“

Und wie sieht die Planung aus? „Also, wir müssen nicht unbedingt berühmt werden“, gibt sich Gitarristin Julia Proß-Brakhage kokett-bescheiden, „aber wer weiß, was die Zukunft noch alles bringt.“ Die Liste der Live-Auftritte wird langsam, aber stetig länger, und die Zahl der Fans in Tübingen und der Region größer. Kein Wunder: Hard to handle – das ist überaus charmante Mädchenpower mit Sexappeal und Zukunft. Wer sie sieht und hört, hegt an dieser Aussage keinen Zweifel.

Jürgen Spieß

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Erstellt:
25. August 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
25. August 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. August 2010, 12:00 Uhr

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