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Strategie für mehr Fachkräfte

Chancen auch für Langzeitarbeitslose

Langzeitarbeitslose sollen durch die Hilfen für Flüchtlinge nicht benachteiligt werden, versprechen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften einmütig.

27.10.2015
  • DIETER KELLER

Berlin Angesichts der Flüchtlingswelle droht das Thema Fachkräftemangel in den Hintergrund zu geraten. Flüchtlinge können zwar mittel- bis langfristig helfen, die drohende Lücke zu schließen. Sie sind aber kein Ersatz für eine bessere Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen sowie die gezielte Zuwanderung von Fachkräften, ist sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) mit Arbeitgebern und Gewerkschaften einig.

Zum Start einer "Fachkräftewoche" sagte Nahles in Berlin, sie hoffe im nächsten Jahr auf eine Aufstockung ihres Etats um bis zu 3,3 Mrd. EUR für die Betreuung von Flüchtlingen durch die Arbeitsämter. Gleichzeitig will sie auch die Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik erhöhen, die insbesondere Langzeitarbeitslosen zugute kommt. Das ist auch eine Reaktion auf Sorgen, Flüchtlinge könnten ihnen die Arbeit wegnehmen.

Bis zum Jahr 2030 droht die Zahl der Erwerbstätigen um 6 Millionen zu sinken. Um diese Lücke zu schließen, hat Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer erst einmal einheimische Kräfte im Blick, die derzeit nicht genug qualifiziert sind. Es gebe immer noch 1,4 Mio. junge Leute zwischen 24 und 35 ohne abgeschlossene Berufsausbildung, erinnerte DGB-Chef Reiner Hoffmann. Sie bräuchten eine zweite Chance mit Spätstarterprogrammen.

Flüchtlinge bieten zwar ein "Riesenpotenzial" für die Unternehmen, gibt sich Kramer zuversichtlich. Aber ihre Integration dauert Jahre. Zuerst brauchen die meisten Deutschkurse und eine Ausbildung. Ausnahmen vom Mindestlohn soll es für Flüchtlinge nicht geben, ist er sich mit Hoffmann einig.

Im Rahmen der Fachkräftewoche sollen bei 300 Veranstaltungen in ganz Deutschland Lösungsmöglichkeiten für den Fachkräftemangel insbesondere bei kleineren Betrieben aufgezeigt werden. Ihnen werden unter anderem gelungene Beispiele von Unternehmen präsentiert. 44 Veranstaltungen finden in Baden-Württemberg statt. Zu zwei kommt auch Nahles: Am Donnerstag diskutiert sie in Waiblingen bei der Metallindustrie über "Berufliche Qualifizierung für An- und Ungelernte im Rahmen von Tarifvereinbarungen". Am gleichen Tag ist sie mit Landeswirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) bei der Fachkräfte-Allianz Region Stuttgart zu Gast.

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27.10.2015, 12:00 Uhr
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