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Stuttgart

Castorf für deutsche Erstaufführung in Stuttgart bejubelt

Lange verboten, nun erstmals auf Deutsch aufgeführt: In einem mehr als fünfstündigen Video-Theater-Spektakel hat der Berliner Kultregisseur Frank Castorf (64) in Stuttgart ein Werk des russischen Schriftstellers Andrej Platonow auf die Bühne gebracht.

23.10.2015
  • dpa

Stuttgart. Die zum ersten Mal auf Deutsch in Szene gesetzte Prosa aus dem Roman «Tschewengur» um das Leben im Terror unter Sowjetdiktator Josef Stalin ließ Castorfs Publikum am frühen Morgen im Schauspiel Stuttgart in Jubel ausbrechen. Viele Zuschauer verließen allerdings deutlich vor Ende das Theater.

«Tschewengur», ein beliebiger sowjetischer Ort, erzählt die Geschichte einer Gemeinde, die sich nach der Machtübernahme der Kommunisten auch mit Gewalt und Tod konfrontiert sieht. Castorf lässt seinen Akteuren - es sind zehn - wie gewohnt viel Freiraum in einer Szenerie wie aus einem alten sowjetischen Film: mit einer großen Holzmühle, einem Hühnerkäfig, Auto, dem Club Proletarskaja Sila (Proletarische Kraft) und einem alles beherrschenden sowjetischen Panzerzug mit der russischen Aufschrift Josef Stalin.

Platonows in den 1920er Jahren entstandenes Werk erschien erst in den 1980er Jahren in der Sowjetunion unter dem reformorientierten Kremlchef Michail Gorbatschow. Stalin selbst hatte Platonow zwar Talent bescheinigt, ihn aber auch als «Lump» und «Verräter» der kommunistischen Ideale gebrandmarkt.

Castorf für deutsche Erstaufführung in Stuttgart bejubelt
Viele Zuschauer verließen allerdings deutlich vor Ende das Theater. Foto: T. Aurin/Archiv

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23.10.2015, 12:00 Uhr
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