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Cannstatter Wasen beginnt am Freitag
Mehr als 330 Schausteller, Festwirte und Marktkaufleute kümmern sich ab Freitag um die Wasenbesucher. Foto: „in.stuttgart“
Volksfest der Superlative

Cannstatter Wasen beginnt am Freitag

Mehr Polizei, höhere Bierpreise, neue Fahrgeschäfte: An diesem Freitag startet der Cannstatter Wasen. Die Veranstalter rechnen mit vier Millionen Besuchern.

20.09.2017
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Noch wird auf dem 25 Hektar großen Festgelände in Bad Cannstatt gehämmert und gebohrt. Die Aufbauarbeiten für das Volksfest laufen auf Hochtouren – am Dienstagabend sind die letzten Fahrgeschäfte eingetroffen. Der Startschuss für die 17-tägige Sause fällt an diesem Freitag. Um 15 Uhr wird Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) zum Fassanstich schreiten. Bis Sonntag, 8. Oktober, wird gefeiert. Bei einer Pressekonferenz kündigte die Veranstaltungsgesellschaft „in.stuttgart“ so viele Neuheiten wie selten zuvor an. Die wichtigsten Zahlen und Fakten im Überblick.

Beteiligte: Mehr als 330 Schausteller, Festwirte und Marktkaufleute sind beim Wasen auf dem Festplatz vertreten. Die Warteliste ist laut „in.stuttgart“ nochmal so lang, was die Beliebtheit des Volksfests untermauere. Gefeiert wird in sieben großen Festzelten, dem Almhüttendorf und einem Weinzelt.

Fahrgeschäfte: Fünf neue Fahrgeschäfte hat der Rummel zu bieten: das XXL-Kettenkarussell „The Flyer“, das 80 Meter hoch ist, erst kürzlich in den Niederlanden Weltpremiere feierte und die Fahrgäste mit bis zu 70 Stundenkilometern durch die Luft wirbelt. Neu auf dem Areal ist auch der höchste transportable Freifallturm der Welt „Hangover“ – Fahrgäste fallen dabei aus 85 Metern Höhe in die Tiefe. Außerdem gibt es eine drehbare Gondel, die ausgeklinkt werden kann. Die Wildwasserbahn „Poseidon“ mit 300 Metern Kanallänge wollte man schon lange in Stuttgart haben, auch über die neue Geisterbahn „Spuk“ freuen sich die Veranstalter. Bei der Abenteuerlandschaft „Crazy Island“ gilt es, 50 Hindernisse zu überwinden. Und bei „Apollo 13“ muss man bei einer Flughöhe von 55 Metern und Tempo 120 wohl vor allem sich selbst überwinden.

Bierpreise: Die Gäste sind es schon gewöhnt: Der Bierpreis wird auch in diesem Jahr erhöht, zwischen 10,20 und 10,50 Euro muss man für die Maß berappen (2016: zwischen 9,90 und 10,20 Euro). Sprecher Werner Klauss macht aus der Preispolitik der Festwirte keinen Hehl: „Es ist doch nichts Neues, dass das Bier jedes Jahr teurer wird.“ Die Kosten für die Wirte stiegen stetig, eigentlich seien die Preise noch zu niedrig. „Allein für die Sicherheit geben wir in diesem Jahr pro Zelt 20.000 bis 30.000 Euro mehr aus.“

Sicherheit: Nicht nur die Festwirte rüsten auf, auch die Polizei legt heuer nochmal einen Zahn zu, wie der Wasenrevierleiter Thomas Engelhardt ankündigte. Demnach sollen täglich bis zu 165 Beamte die Feierenden – rund vier Millionen Gäste werden erwartet – auf dem Gelände schützen. Die Zahl der Kameras wurde zudem erhöht, die Technik sei auf den neuesten Stand gebracht worden, so Engelhardt. Die Zugänge wurden hingegen reduziert, so dass mehr Beamte Streife laufen können, da sie nicht mehr bei den Einlasschecks gebunden sind. Es gibt Taschen- und Personenkontrollen sowie Betonpoller, die das Gelände schützen. Neben der Terrorabwehr will sich die Polizei schwerpunktmäßig um Sexualdelikte, Taschendiebstähle sowie den Jugendschutz kümmern.

Umwelt: Michael Wilhelmer setzt in seinem Festzelt, der Schwabenwelt, schon seit Jahren auf Ökostrom der Stadtwerke Stuttgart. Jetzt ziehen weitere Zelte nach: Acht Festwirte insgesamt beziehen ihre Energie diesmal erstmals aus 100 Prozent Ökostrom. Die Stadtwerke beliefern die Zelte demnach während der kompletten Wasenzeit inklusive Auf- und Abbau mit insgesamt 620.000 Kilowattstunden. Rund 300 Tonnen schädliches CO2 könnten vermieden werden.

Umzug: Bis zu 200.000 Zuschauer werden beim Festumzug am kommenden Sonntag erwartet, der durch Cannstatt zum Wasen führt. Rund 3500 Teilnehmer machen mit, darunter als eines der Highlights zehn Hochzeitszüge aus verschiedenen Gegenden und Epochen. Auf das musikalische Können und die Originalität der Trachten der Teilnehmer wird streng geachtet. Schließlich will der Festumzug in die Unesco-Liste der immateriellen Weltkulturerbe aufgenommen werden.

Wirtschaftsfaktor: Das Volksfest ist ein Wirtschaftsfaktor für die ganze Region. Die Umwegrentabilität, also das, was Gastronomie, Hotellerie und auch Einzelhandel während der Wasenzeit verdienen, liegt laut „in.stuttgart“ bei einer halben Milliarde Euro. Der Oktober gehört mit Blick auf den Tourismus denn auch stets zu den besten Monaten. Gäste müssen da auch schon mal 250 Prozent mehr für ein Zimmer bezahlen.

Ballonwettfahrt und Feuerwerk

Rahmenprogramm Jenseits von Festzelten und Fahrgeschäften gibt es während des 17-tägigen Fests ein volles Rahmenprogramm. Dazu zählen der Traditionsmorgen am Samstag mit Volkstänzen und zünftiger Musik, der Mundartgottesdienst am Sonntag, der große Festumzug, der VVS-Tag am 25. September sowie der Familientag mit Kinderschminken und Überraschungen am Mittwoch, 27. September. Ein weiteres Highlight ist die Ballonwettfahrt am Samstag, 7. Oktober. Mit einem großen Musikfeuerwerk endet das Fest dann tags drauf.⇥eb

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20.09.2017, 06:00 Uhr
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