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Cannstatt steht wieder Kopf
Breakdance in der Trachtenhose: Die „DDC - Dancefloor Destruction Crew“ auf der Bühne im Cannstatter Dinkelacker-Zelt. Foto: dpa
Volksfest

Cannstatt steht wieder Kopf

Wasen-Auftakt mit Fass-Anstich und Breakdance-Schuhplattlern. In den kommenden zwei Wochen werden vier Millionen Besucher in Stuttgart erwartet.

23.09.2017
  • CAROLINE HOLOWIECKI

Stuttgart. Das hat gesessen. Mit vier routinierten Schlägen hat der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Freitagnachmittag das 172. Cannstatter Volksfest eröffnet. Routiniert deswegen, weil sich die Vier zu Kuhns Standard entwickelt. „Zwei braucht‘s, einer ist zur Sicherheit und einer für Sonja Faber-Schrecklein“, sagt der Rathauschef in Richtung der SWR-Moderatorin im voll besetzten Dinkelacker-Zelt der Festwirte Dieter und Werner Klauß. Mit vier Kanonenschüssen rund um die Fruchtsäule und dem Glockenläuten des Büttels wurde dann auch allen anderen Besuchern auf dem Gelände angezeigt: Los geht's auf dem Wasen! Oder, wie Faber-Schrecklein frotzelnd sagte: „Spiel, Spaß, Spannung und speiende Menschen.“

Das erste Bier bekam traditionell Ministerpräsident Winfried Kretschmann – kostenlos, versteht sich. Den Schwaben wird es gefreut haben, ist die Maß doch mit bis zu 10,50 Euro in diesem Jahr so teuer wie nie. Vor einem Jahr zahlten die Durstigen noch zwischen 9,90 und 10,20 Euro. Doch die „baden-württembergischen Festochsen“, wie Faber-Schrecklein das bewährte Wasenduo Kuhn/Kretschmann nannte, verzogen hierzu ebenso keine Miene wie zu den Politik-Kalauern aus dem Mund von Kabarettist Christoph Sonntag, die sich zum Wahl-Endspurt über sie ergossen. Auch die anderen Politiker im Zelt bewahrten Fassung, Kultusministerin Susanne Eisenmann, Landtagspräsidentin Muhterem Aras oder Kuhns Bürgermeister-Kollegen Michael Föll und Fabian Mayer zum Beispiel. Sie und weitere Ehrengäste wie Hansi Müller bestaunten die Darbietung von Breakdance-Schuhplattlern zu Jodelmusik und schmetterten schunkelnd das Volksfestlied „Auf em Wasa grasat d‘Hasa“.

Nicht nur Hasen werden sich bis 8. Oktober auf dem Cannstatter Festgelände tummeln und das „schönste Volksfest Europas“ feiern, wie Komiker Sonntag den Wasen unter dem Jubel der Zuhörer nannte. Mit 149 Schaustellerbetrieben hat sich die Stuttgarter Veranstaltung an die Spitze der Schaustellerfeste weltweit katapultiert. Hinzu kommen 128 Gastro- und 57 Marktbetriebe, die auf dem 25 Hektar großen Gelände um die Kundschaft buhlen. Zum Auftakt spielte das Wetter mit. Die Start-Hammerschläge für die 17 Tage fielen bei Altweibersommerwetter. Auch die kommenden Tage versprechen im doppelten Sinne heiter zu werden. Nach mehreren verregneten Festen sind die Veranstalter froh über die Sonne. „So wünscht man sich das“, sagte Jörg Klopfer, Sprecher der Veranstaltungsgesellschaft. Erwartet werden vier Millionen Besucher, die sich von den Fahrgeschäften durchwirbeln lassen wollen. Der Stuttgarter OB will mit seinen 62 Jahren auf dem Boden bleiben, wie er bei der Eröffnung einräumte: „Früher wären Achterbahnen ein größeres Thema gewesen, aber man muss nicht alles machen.“

Für ihn wird es also wohl auch im nächsten Jahr beim Fassanstich bleiben. Ob Kuhn es dann vielleicht mit drei Schlägen schafft? Immerhin feiert das Volksfest im kommenden Jahr Jubiläum, gegründet wurde es von König Wilhelm I. und seiner Frau Katharina am 28. September 1818. Aber wenn es nach Kretschmann geht, muss das Stadtoberhaupt nicht extra trainieren, denn „'s kommt drauf an, was drin isch, net, wie viele Schläge es braucht, bis es rauskommt“.

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23.09.2017, 06:00 Uhr
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