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Im Brennpunkt

Cameron soll britischen Rentner retten

Die Kinder eines Briten fürchten, dass ihr Vater in Saudi-Arabien zu Tode gepeitscht wird. Jetzt haben sie Premier Cameron um Hilfe gebeten.

14.10.2015
  • HENDRIK BEBBER

Karl Andree hatte 25 Jahre lang in Saudi-Arabien als leitender Öl-Ingenieur gearbeitet. Vor zwei Jahren wurde sein Auto von der Religions-Polizei untersucht. Im Kofferraum befanden sich ein paar Flaschen eines hausgemachten alkoholischen Getränks. Andree wurde zu einer einjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, die er verbüßt hat. Zusätzlich sollte er nach seiner Entlassung öffentlich ausgepeitscht werden. Seine Angehörigen hofften lange, dass auf die Vollstreckung der Strafe wegen seines Alters und seiner schlechten Gesundheit verzichtet würde. Doch der sechsfache Großvater befindet sich immer noch im Gefängnis. Die Familie befürchtet das Schlimmste.

Jetzt wandten sich die Angehörigen verzweifelt an die britische Öffentlichkeit. In einer Sendung der BBC erklärten die Söhne und Töchter Andrees: "Er ist 74 Jahre alt und hat drei Krebserkrankungen hinter sich. Seine Frau liegt in England in einem Pflegeheim im Sterben. Er leidet dazu noch an Asthma und Gicht und braucht unbedingt medizinische Hilfe. Wir haben keinen Zweifel, dass die 350 Peitschenhiebe ihn töten werden. Deshalb bitten wir David Cameron sich persönlich für ihn bei der saudi-arabischen Regierung einzusetzen." Eine Tochter des 74-Jährigen bat gestern die saudischen Behörden öffentlich um Gnade.

Die Gesetze und der Strafvollzug in dem arabischen Königreich sorgen in Großbritannien ständig für Empörung. Der neue Labour-Chef Jeremy Corbyn prangerte bei seiner ersten Rede auf dem Parteitag das Schicksal von Ali Mohamed al-Nimr an. Er wurde als Teenager bei einem Protestmarsch verhaftet und soll gekreuzigt werden.

Da Großbritannien zu den wichtigsten Handelspartnern Saudi-Arabiens gehört und Milliardenverträge für Waffenlieferungen zwischen beiden Ländern existieren, agiert London bisher sehr diplomatisch in dem Fall. Das Außenministerium gab nur bekannt, dass Andree alle nötige konsularische Hilfe bekäme. David Cameron hat sich bisher noch gar nicht zu dem Hilferuf der Familie geäußert.

Cameron soll britischen Rentner retten
Mit einem Hilferuf hat sich eine Familie an den britischen Premier Cameron gewandt. Foto: afp

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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