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Seehofer

CSU-Herz schlägt für die Heimat

Der Bund soll erstmals ein Heimatministerium bekommen, das dem künftigen Innenminister Horst Seehofer zugeordnet ist. Im Internet wird darüber schon kräftig gespottet: „Zum Mittagessen empfiehlt das Heimatministerium heute deutsche Hausmannskost!“.

09.02.2018

Von PATRICK GUYTON

Horst Seehofer packt's an. Foto: Sven Hoppe/dpa Foto: Sven Hoppe/dpa

München. Unverkennbar ist das 2013 gegründete bayerische Heimatministerium Vorbild für die Groko-Entscheidung, welche die Union durchgesetzt hat.

In Bayern ist die Heimat dem Finanzministerium zugeordnet. Bei seiner Amtsübernahme hat Markus Söder sie als Schmankerl dazubekommen, sein Haus nennt sich „Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat“. Was ein Heimatminister macht, kann man nahezu täglich in den bayerischen Lokalzeitungen sehen. Am Mittwoch etwa, dem Tag der Groko-Einigung, besuchte Söder den Berchinger Roßmarkt, ein großen Volksfest in der Oberpfalz, ließ sich mit dem Pferd Freddy ablichten und sprach über die Unterstützung der Wirtschaft vor Ort. So reist Söder durch ganz Bayern, um Förderbescheide auszustellen.

Ziel des Heimatministeriums ist es, für gleiche Lebensbedingungen in ganz Bayern zu sorgen. Am wichtigsten ist dabei der Breitband-Ausbau auf dem Land, damit die Bürger möglichst überall schnellen Internetzugang haben. Der Minister gibt auch einen „Heimatbericht“ heraus, zuletzt 2016. Das 36-Seiten-Papier besteht aus Zahlenkolonnen, die belegen sollen, was der Freistaat alles für den ländlichen Raum tut. Neben dem Internetausbau sind das Städtebauförderung, Kinderbetreuung oder Ärzteversorgung. Die Opposition kritisiert aber, dass mit dem Ministerium kaum mehr als Symbolpolitik betrieben werde.

Seiner eigenen Heimatstadt jedenfalls hat Söder etwas Gutes getan: Das Heimatministerium hat – als Teil des Finanzministeriums – seinen Dienstsitz in Nürnberg bezogen. Das, so sagte der Minister damals, sei „historisch“, denn erstmals seit Gründung des Königreichs Bayern 1806 sei nun auch Nürnberg offiziell Regierungssitz. Analog dazu müsste Horst Seehofer die Abteilung Heimat seines neuen Ministeriums in Ingolstadt eröffnen. Patrick Guyton

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Erstellt:
9. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Februar 2018, 06:00 Uhr

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