Corona-Krise

CDU uneins über Mindestlohn

Parteichefin Kramp-Karrenbauer pfeift Wirtschaftsflügel zurück.

27.05.2020

Von DPA

Berlin. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Vorstoß von Wirtschaftspolitikern der Union zurückgewiesen, den Mindestlohn wegen der Corona-Krise abzusenken. „In dieser Zeit brauchen Unternehmen Spielraum und Liquidität zum Investieren. Darüber reden wir beim Konjunkturpaket. Aber für die CDU ist klar: Nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer. Deshalb: Hände weg vom Mindestlohn“, schrieb sie bei Twitter.

Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Energie der Unionsfraktion hatte sich dafür ausgesprochen den Mindestlohn in Deutschland abzusenken oder zumindest die Erhöhung 2021 auszusetzen. Eine entsprechende Empfehlung findet sich in einem „Wachstumsprogramm für Deutschland“ der Arbeitsgemeinschaft.

Der gesetzliche Mindestlohn wurde zuletzt im Januar auf 9,35 Euro erhöht. Die Mindestlohnkommission aus Arbeitgebern, Gewerkschaftern und Wissenschaftlern will voraussichtlich im Juni einen neuen Vorschlag für die Erhöhung zum 1. Januar 2021 unterbreiten. Die Unionswirtschaftspolitiker verlangen außerdem eine Lockerung des Arbeitszeitgesetzes und eine langfristige Deckelung der Beiträge zur Sozialversicherung auf maximal 40 Prozent.

SPD-Fraktionsvize Katja Mast wies die Forderungen zurück: „Das CDU-Wirtschaftskonzept ist ein Schlag ins Gesicht aller, die zu extrem geringen Löhnen arbeiten müssen. Das geht gar nicht.“ dpa

Zum Artikel

Erstellt:
27. Mai 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
27. Mai 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2020, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+