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Bundestagswahl

CDU im Südwesten will Merkel als Kanzlerkandidatin

Eine Erklärung der Regierungschefin wird für Sonntagabend erwartet. Das bringt die SPD bei der Kür ihres eigenen Anwärters in Zugzwang.

19.11.2016
  • DPA

Die baden-württembergische CDU-Spitze befürwortet eine weitere Kanzlerkandidatur von Angela Merkel. Präsidium und Vorstand hätten einmütig bekräftigt, sich voll hinter eine weitere Spitzenkandidatur der Kanzlerin zu stellen, teilte der CDU-Landesverband in Stuttgart mit. Landeschef Thomas Strobl sagte, er könne sich niemanden in der Union vorstellen, der auch nur annähernd so gut und erfolgreich Kanzlerkandidatin oder -kandidat sein könne. „Angela Merkel steht in dieser unberechenbaren Welt für Verlässlichkeit, Stabilität und Erfahrung. Sie ist praktisch der Fels in der Brandung, in stürmischer See“, sagte Strobl, der auch CDU-Bundesvize ist.

Merkel ließ eine erneute Kanzlerkandidatur zuletzt offen. Möglicherweise erklärt sie am kommenden Sonntagabend, ob sie zu einer erneuten Kandidatur bereit ist. Die Bundespartei teilte gestern mit, dass Merkel am Sonntag nach einer CDU-Vorstandsklausur vor die Presse treten werde. Bei der Klausur will die Parteispitze mit einer stärkeren Ausrichtung auf Familien und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ein Papier beschließen, um enttäuschte Wähler zurückzugewinnen. Ferner soll mehr Geld für die Sicherheit Deutschlands fließen.

Die nahende Entscheidung in der Union erhöht den Druck auf die SPD, ebenfalls einen Kanzlerkandidaten zu präsentieren. Neben Parteichef Sigmar Gabriel gilt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als möglicher Anwärter – sowohl auf die Kanzlerkandidatur als auch auf den Posten des Außenministers. Schulz lässt beides offen. Die SPD werde dies zu gegebener Zeit entscheiden, sagte er in Berlin beim Wirtschaftsgipfel der „Süddeutschen Zeitung“. „Es gibt einen Fahrplan, und an den halten wir uns.“ Zugleich steht Schulz vor der Frage, ob er EU-Parlamentspräsident in Brüssel bleiben wolle. Zwar beanspruchen die Konservativen im Parlament den Posten ebenfalls für sich, doch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will Schulz unbedingt halten. dpa

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19.11.2016, 06:00 Uhr
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