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Stuttgart

CDU-Politiker im Südwesten wollen Flüchtlingsabkommen

CDU-Abgeordnete aus Baden-Württemberg dringen auf ein vorsorgliches Abkommen mit der Schweiz über die Rücknahme von Flüchtlingen.

06.07.2018

Von dpa

Stuttgart. «Wenn mit Partnern wie Österreich und Italien Maßnahmen umgesetzt werden, nicht aber mit der Schweiz, droht eine Verlagerung auf eine andere Route, von der dann verstärkt Baden-Württemberg betroffen wäre», sagte der Chef der Südwest-Landesgruppe der Unionsfraktion im Bundestag, Andreas Jung, den «Stuttgarter Nachrichten» und der «Stuttgarter Zeitung» (Samstag). «Ich habe unser Anliegen Innenstaatssekretär Stephan Mayer vorgetragen, der auch zugesagt hat, es weiter zu verfolgen.» Vom Bundesinnenministerium waren dazu zunächst keine Informationen zu bekommen.

Deutschland habe im vergangenen Jahr rund 3000 Übernahmeersuchen an die Schweiz gerichtet, sagte Vize-Fraktionschef Stephan Harbarth den Blättern. Also habe eine beachtliche Zahl von Asylsuchenden, die nach Deutschland kamen, zuvor einen Antrag in der Schweiz gestellt. «Wir haben deshalb ein hohes Interesse daran, auch mit unserem direkten Nachbarn im Süden ein Abkommen auszuhandeln, das die Dublinverfahren schneller und zuverlässiger macht», sagte Harbarth.

Er warf zudem die Frage auf, ob auch die Grenze zur Schweiz kontrolliert werden sollte, wenn Flüchtlinge Ausweichrouten suchen: «Eine nationale Lösung für Bayern allein macht keinen Sinn.»

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Erstellt:
6. Juli 2018, 22:29 Uhr
Aktualisiert:
6. Juli 2018, 21:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Juli 2018, 21:10 Uhr

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