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Geld soll Ärzte aufs Land locken

CDU-Landtagsfraktion schlägt Stipendien für Medizinstudenten vor

Was in Bayern und Sachsen schon gemacht wird, soll nach Ansicht der CDU auch in Baden-Württemberg mehr Ärzte aufs Land locken: Stipendien für Medizin-Studenten, die sich entsprechend verpflichten.

22.10.2015
  • BETTINA WIESELMANN

Stuttgart Für den CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf ist es eines der wichtigsten Themen: "die Sorge der Menschen um die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum". Die landesweit insgesamt ordentliche Versorgung, "darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir zum Teil schon erhebliche Probleme haben. Auf dem Land bricht uns was weg", sagte der CDU-Fraktionschef.

Deshalb zielt ein wesentlicher Vorschlag im gestern vorgestellten Fraktions-Eckpunktepapier "Gesundheit 2.0" darauf, dem Ärztemangel im ländlichen Raum entgegenzuwirken. Gestützt auf die Prognose der Kassenärztlichen Vereinigung, dass in den nächsten Jahren etwa 500 Hausarzt-Praxen keinen Nachfolger finden werden, will die CDU ein Stipendien-Programm etablieren. "Ziel ist es, Anreize zu setzen, damit sich Medizin-Studierende für eine spätere Tätigkeit im ländlichen Raum entscheiden."

Das Programm sieht vor: Interessierte Studierende sollen nach dem sechsten Semester und bestandenem ersten Studienabschnitt für die nächsten vier Jahre bis zum Examen monatlich 500 Euro erhalten. Im Gegenzug verpflichten sie sich, sich für mindestens fünf Jahre in einem ärztlich unterversorgten Gebiet niederzulassen. Wolf verbindet damit "auch die Hoffnung, dass das dann vielleicht auch langfristig ist". Sachsen und Bayern hätten mit entsprechenden Programmen gute Erfahrungen gemacht.

Für Wolf geht es bei dieser Frage "auch darum, ob ländliche Räume attraktiv bleiben". Bei der Beurteilung einer ausreichenden Ärzteversorgung wünscht er sich einen "kleinräumigeren" Ansatz. Die Bevölkerung vor Ort nehme das Problem als gravierender wahr als Institutionen und Verbände. Auch in der weiteren Verbreitung des "Zukunftsfelds Telemedizin" sieht Wolf einen flankierenden Ansatz, das Problem des Ärztemangels zu entschärfen, gleichzeitig biete die Telemedizin große Chancen für innovative heimische Unternehmen.

Den ländlichen Raum hat die CDU-Fraktion auch im Blick, wenn sie in ihrem Papier den flächendeckenden Ausbau der ambulanten und stationären Palliativ- und Hospizversorgung fordert: Schwerkranke sollten in ihrem gewohnten Umfeld sterben dürfen.

CDU-Landtagsfraktion schlägt Stipendien für Medizinstudenten vor
Untersuchung und Blutdruckmessung beim Hausarzt: "Sorge der Menschen um die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum". Foto: Colourbox

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22.10.2015, 12:00 Uhr
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