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Heilbronn

CDU-Kandidat Wolf will Familiennachzug bei Flüchtlingen bremsen

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Guido Wolf, will nach einem Zeitungsbericht den Nachzug der Familienmitglieder von Flüchtlingen bremsen.

20.10.2015
  • dpa

Heilbronn. Erst nach drei Jahren solle die Einreise nach Deutschland erlaubt werden. «Der Familiennachzug muss überdacht werden. Ein ungeordneter Nachzug überfordert uns. Wir müssen ihn deshalb begrenzen, einen Familiennachzug in die Sozialsysteme und ohne Perspektive darf es nicht geben», sagte Wolf den Zeitungen «Heilbronner Stimme» und «Mannheimer Morgen» (Mittwoch).

Laut der aktuellen Rechtslage können Flüchtlinge innerhalb von drei Monaten nach ihrer Anerkennung Ehepartner und minderjährige Kinder nachholen. Eltern, Großeltern, Onkel oder Tanten haben hingegen keinen Anspruch.

Unionspolitiker befürchten im nächsten Jahr einen großen Ansturm wegen Familiennachzügen. So sprach der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten zuletzt von rund 1,1 Millionen Flüchtlingen, die 2016 alleine durch den legalen Familiennachzug nach Deutschland kommen könnten. Deswegen drängt Wolf auf restriktivere Maßnahmen. Ein Familiennachzug solle erst dann erfolgen, wenn der Aufenthalt in Deutschland sich verfestigt habe, also wenn Wohnraum und Erwerbseinkommen des Flüchtlings gesichert seien.

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20.10.2015, 12:00 Uhr
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