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Politik

CDU-Frauen wollen mehr Einfluss

Die Hoffnungen ruhen auf Susanne Eisenmann. Neue Chefin der Frauen-Union ist Susanne Wetterich.

22.07.2019

Von LSW

Susanne Wetterich ist neue Chefin der Frauen Union. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Urbach. Die Frauen in der baden-württembergischen CDU fordern mehr interne Mitsprache und größere Chancen auf politische Mandate in den Parlamenten. Das wurde am Samstag beim Parteitag der Frauen Union in Urbach (Rems-Murr-Kreis) abermals deutlich. Ihre Blicke richten sich auf die designierte CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl 2021, Kultusministerin Susanne Eisenmann. Diese räumte zwar einen internen Nachholbedarf bei der Frauenförderung ein. Sie vermied es aber, sich auf konkrete Regelungen festzulegen.

Die Frauen Union wählte die Journalistin Susanne Wetterich (63) zur neuen Vorsitzenden. Sie siegte in einer Kampfabstimmung gegen Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz (52). Die bisherige Chefin der CDU-Frauenorganisation, Inge Gräßle, war nicht wieder angetreten.

Eisenmann sagte, nötig sei eine gelebte und aktive Frauenpolitik. Sie bedauerte, dass Gräßle es bei der Europawahl nicht mehr ins Parlament geschafft hat. Gräßle stand auf dem weniger aussichtsreichen fünften Platz der CDU-Landesliste. Dies hat zu viel Unmut unter den Christdemokratinnen geführt. Denn seit der Wahl vom Mai ist die Südwest-CDU im EU-Parlament nur noch mit vier Männern vertreten.

Eisenmann betonte, es gehe darum, alle gesellschaftlichen Gruppen in der CDU mitzunehmen – etwa auch die Senioren und jungen Leute. Auf die Frage, wie viele Frauen sie als Regierungschefin ins Kabinett holen würde, antwortete sie vage. „Dass ich persönlich dafür stehe, dass Frauen und Männer gleichermaßen eine Rolle spielen, ist, glaube ich, klar.“ Es sei aber zu früh für konkrete Festlegungen. „Lassen Sie uns den Bär erst einmal erlegen, bevor das Fell verteilt wird.“ Eisenmann soll am kommenden Samstag offiziell auf einem Parteitag zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2021 gewählt werden.

Nach der letzten Wahl hatte CDU-Landeschef Thomas Strobl das parteiinterne Projekt „Frauen im Fokus“ ins Leben gerufen. Das von der Parteispitze ausgegebene Ziel, den Anteil der weiblichen Mitglieder jährlich um einen Prozentpunkt zu steigern, wurde aber verfehlt. Tatsächlich legte der Frauenanteil nur von 22 im Jahr 2012 auf jetzt 24 Prozent zu. Weiteres Ärgernis für die CDU-Frauen: Im vergangenen Jahr scheiterte eine Reform des Landtagswahlrechts an der eigenen Fraktion. dpa

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Erstellt:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2019, 06:00 Uhr

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