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Kritik an Gemeinschaftsschulen

CDU: Beliebtheit schwindet - Ministerium widerspricht

In der Schulpolitik heißt es immer: Eltern stimmen mit den Füßen ab. Stimmt das, ist die Gemeinschaftsschule anscheinend wohl doch nicht so populär, wie sich das die Landesregierung wünscht.

28.10.2015
  • JULIA GIERTZ, DPA

Stuttgart Innovativ, beliebt, zukunftsträchtig - so stellt Grün-Rot ihr bildungspolitisches Zugpferd dar, die Gemeinschaftsschule. Doch mit der Popularität ist es nach Überzeugung der CDU-Landtagsfraktion nicht so weit her. Aus einer Antwort des Kultusministeriums auf ihre Fragen ergebe sich, dass der Schulart die Schüler weglaufen. "Bei den Eltern hat sich Ernüchterung nach den ersten Erfahrungswerten eingestellt", sagte der CDU-Bildungsexperte Georg Wacker.

Von den derzeit 271 Gemeinschaftsschulen hätten fast 29 Prozent (Vorjahr: 25,3 Prozent) weniger als 40 Schüler in der Eingangsstufe, sagte Wacker. Den geringsten Schülerschwund verzeichnet der Regierungsbezirk Freiburg, wo der Wert bei 17,4 Prozent liegt. Es gebe neun Härtefälle mit zweimal in Folge sinkenden Schülerzahlen und inzwischen unter 40 Schülern in der Eingangsstufe.

Die Schülerzahl 40 war und ist Voraussetzung für die Genehmigung von Gemeinschaftsschulen und soll eine stabile Zweizügigkeit gewährleisten. Die Schule in Schwaikheim (Rems-Murr-Kreis) erreicht schon die kritische Grenze von 16 Schülern in der Eingangsstufe. Unterschreitet sie zweimal nacheinander diesen Wert, droht ihr die Schließung. Im vergangenen Schuljahr hätten von 209 Schulen fast 60 Prozent mit sinkenden Schülerzahlen in den Eingangsklassen zu kämpfen gehabt, sagte Wacker.

"Die Zahlen sind eine weitere Niederlage für das bildungspolitische Lieblingskind der grün-roten Landesregierung," sagte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke. "Es spricht sich also bei den Eltern herum, dass das gesamte Konzept der grün-roten Gemeinschaftsschulen an vielen Stellen nicht funktioniert und daher keinen Rückhalt findet."

Kultusminister Andreas Stoch (SPD) wies hingegen darauf hin, dass die Gesamtschülerzahl sowohl in den Eingangsklassen der öffentlichen Gemeinschaftsschulen als auch insgesamt steige. Während es demnach im Schuljahr 2014/15 rund 11 000 Schüler in den Eingangsklassen gab, sind es im aktuellen Schuljahr etwa 14 000.

Auch die Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wies die CDU-Kritik zurück. Die GEW nannte die Äußerungen der CDU eine "Fortsetzung der niveau- und perspektivlosen Bildungspolitik der vergangenen Jahre".

CDU: Beliebtheit schwindet - Ministerium widerspricht
Schüler einer Gemeinschaftsschule im Unterricht: Seit Jahren übt die CDU im Land heftige Kritik an dieser Schulform. Foto: dpa

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28.10.2015, 12:00 Uhr
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