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Butter so teuer wie nie
Die Preise für Butter steigen immer weiter. Foto: dpa
Die Preise steigen weiter

Butter so teuer wie nie

Die Preise klettern weiter, weil die Nachfrage nach Fett seit Jahren steigt. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt begrüßt die Entwicklung, da die Milchbauern von ihr profitieren.

06.09.2017
  • HAJO ZENKER

Berlin. Die Zahlen sind frappierend: Obwohl die Deutschen im ersten Halbjahr 2017 gut 8 Prozent weniger Butter kauften als im Vorjahreszeitraum, mussten sie für Butter laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) fast 31 Prozent mehr ausgeben. Grund dafür ist der seit Monaten zu beobachtende Preisanstieg.

Das Statistische Bundesamt hat für den Zeitraum von Juli 2016 bis Juli 2017 einen durchschnittlichen Preisanstieg von 64 Prozent bei Butter ausgerechnet. Bei Aldi & Co. hat das erhältliche billigste 250-Gramm-Stück sogar deutlich über 100 Prozent zugelegt.

All diese Zahlen stammen noch aus der Zeit vor der jüngsten Preisrunde. Nun nämlich legte der Preis für ein halbes Pfund noch einmal um 20 Cent auf jetzt 1,99 EUR zu, wie üblich ausgelöst vom Preisvorreiter Aldi. Damit ist das 250-Gramm-Stück so teuer wie noch nie in der Bundesrepublik. Bis zu diesem Sommer stammte die Rekordmarke laut AMI aus dem Jahr 1983. Seinerzeit zahlten die Verbraucher umgerechnet 1,36 EUR für das 250-Gramm-Stück Markenbutter.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt begrüßt den Preisanstieg. „Unsere Bauern müssen von ihrer Arbeit leben können“, sagte der CSU-Politiker der SÜDWEST PRESSE. Noch vor rund einem Jahr seien die Preise für Butter und Milch eindeutig zu niedrig gewesen, betonte er. Schmidt forderte eine ausreichende Beteiligung der Landwirte an diesen Zuwächsen. Ich erwarte, „dass unsere Bauern von den aktuellen Butterpreisen einen fairen Anteil bekommen“.

Andreas Gorn, für die Milchwirtschaft zuständiger Bereichsleiter der AMI, rechnet im Verlauf des Jahres mit noch höheren Preisen. Allerdings sieht er auch, dass für private und gewerbliche Kunden eine Schmerzgrenze erreicht sein könnte.

Das Fett ist weltweit stark nachgefragt. „Es wird so viele Käse produziert, da bleibt zu wenig für die Butter übrig.“ Außerdem sei die Menge der Milch angesichts niedriger Preise gesunken, viele Milchbauern gaben auf, erklärt Björn Börgermann, Sprecher des Milchindustrie-Verbandes. Dazu kam das Wetter: Die Trockenheit habe häufig alles andere als saftiges Gras wachsen lassen. Also gibt es weniger Milch mit weniger Milchfett.

Bei den Milcherzeugern kommt die Preisentwicklung teilweise an. Denn für Milch gibt es mehr Geld. Ein Liter brachte laut AMI im Juli im bundesweiten Schnitt 36,1 Cent, 12,9 Cent mehr als im Vorjahresmonat – natürlich mit regionalen Unterschieden. In Baden-Württemberg etwa ging es nur um 10,3 Cent auf 35,4 Cent je Liter nach oben.

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06.09.2017, 06:00 Uhr
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