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Burger for Biberbraten

30.03.2017

Von FABIAN ZIEHE

Ulm. Da brat' mir einer?.?.?. ja, was denn nu, ist grade kein Storch zur Hand! CDU-Abgeordneter Klaus Burger hilft weiter: Ihm brate man bitte einen Biber. Der Sigmaringer Landwirtschafts-Experte nagt große Bretter, hat er doch kürzlich im Landtag seine Kochbücher verteilt, die nur eine fleischliche Zutat auflisten: Biberfleisch. Das ist delikat. Denn laut europäischer FFH-Richtlinie ist der Biber kulinarisch und waidmännisch tabu, weil streng geschützt.

So macht sich Meister Bockert im Südwesten breit: Der Baumfäller und Staudammbauer dringt die Donau hinauf. 2005 waren es rund 650, derzeit bis zu 4000 Tiere. Die Bauern bibbern: Wenn so ein Nager den Bach auf den Acker umgeleitet hat, wenn der Trekker im Biberbau eingebrochen ist, wenn keiner den Schaden ersetzt: Dann träumt mancher insgeheim von blutigem Bibersteak. Griffe er tatsächlich zur Büchse, drohten empfindliche Strafen. Wenn Burger also seine Rezeptideen aus dem 18. Jahrhundert brutzeln möchte, sollte er nach Russland oder Kanada reisen. Oder nach Brüssel. Denn nur seine Kollegen dort könnten die Ballerei auf Biber legalisieren.

Aber Burger bleibt dabei, zum Braten zu raten: „Im Ländle gibt es Biber zuhauf – da hilft nichts mehr, wir essen ihn auf“, dichtet er. Und sinniert über „gedämpften Biberschwanz“, „Biberpratzen“ und „Biberschlegeln mit Speck und Trüffeln“. Sogar vom „Biber-Burger“. Wir hätten uns diesen Namens-Witz ja nie erlaubt, diesen Vogel schießt Burger selber ab.

Womit wir auch wieder beim Storch wären?.?.?. Fabian Ziehe

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Erstellt:
30. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
30. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. März 2017, 06:00 Uhr

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