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Burg Hohenzollern
bekommt einen Aufzug
Zollerburg-Touristen müssen in ein paar Jahren nicht mehr den Berg hoch schnaufen. Ein Aufzug wird gebaut. Foto: Hardy Kromer
Kulturdenkmale

Burg Hohenzollern bekommt einen Aufzug

Das Wahrzeichen der Zollernalb wird voraussichtlich 20 Jahre lang zur Großbaustelle und ganz nebenbei auch fast barrierefrei.

27.07.2018
  • HARDY KROMER

Burg Hohenzollern. Mit 350 000 Besuchern im Jahr ist die Burg Hohenzollern einer der größten Touristen-Magneten im Ländle. Vom kommenden Frühjahr werden die Gäste, die besonders zahlreich aus Japan und den USA heranpilgern, auch eine Großbaustelle besichtigen können. Das dann 152 Jahre alte Nationale Kulturdenkmal wird nämlich Großbaustelle.

Bis zu 20 Jahre lang kann es dauern und geschätzte 16 Millionen Euro soll es kosten, das sandsteinerne, von Wind, Wetter und Wasser verschlissene Mauerwerk der Festung zu restaurieren. Den Burgbesuchern drohen währenddessen zwar Einschränkungen – aktuell ist wegen Probebohrungen am Mauerwerk der Fußpfad zur Burg hinauf gesperrt –, sie müssen aber nicht draußen bleiben. „Die Burg bleibt immer geöffnet“, sagte Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe gegenüber unserer Zeitung. „Die Leute sollen schon sehen, was hier passiert.“ Was sie auch nicht verschweigt: Die Eintrittsgelder werden dringend benötigt, um die Sanierung zu finanzieren. Denn Bund, Land und Stiftung Deutsche Denkmalpflege übernehmen nur die Hälfte der Kosten. Den Rest müssen die Burgherren, Georg Friedrich Prinz von Preußen, und sein Sigmaringer Vetter, Hohenzollern-Fürst Karl Friedrich, selber tragen.

Während der Bauzeit wird die Burganlage so ganz nebenbei noch annähernd barrierefrei: Denn um die 1500 Tonnen Angulaten-Sandstein, die in einem eigens eröffneten Steinbruch im Grosselfinger Wald geschürft werden, hoch auf die Bastion zu befördern, wird ein Fahrstuhl gebaut. Der Aufzug soll zunächst dazu dienen, Baumaterial zu transportieren. Später wird er in einen Personenlift umgebaut. Dann können die Touristen vom Adlertor, wo die Shuttle-Busse Endstation haben, ganz bequem zur Bastei hoch fahren. Damit's Burgherren und Denkmalschützern gleichermaßen gefällt und der Fernblick auf die Burganlage nicht getrübt wird, soll die moderne Stahlkonstruktion übrigens historisch wertvoll verkleidet werden – mit Sandstein.

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27.07.2018, 06:00 Uhr
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