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Reicht die Truppenstärke?

Bundeswehrverband fordert 10 000 neue Soldaten - Fregatte am Einsatzort

Mit den Einsätzen in Syrien und Mali kommen neue Herausforderungen auf die Bundeswehr zu. Kann sie das stemmen oder muss sie ausgebaut werden?

07.12.2015
  • AFP/DPA

Berlin. Nach Beginn des deutschen Syrien-Einsatzes werden Rufe nach einer Aufstockung der Bundeswehr lauter. Der Bundeswehrverband fordert angesichts der Beteiligung am Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) 5000 bis 10 000 zusätzliche Soldaten. Verbandschef André Wüstner sagte der "Passauer Neuen Presse": "Die Personalobergrenze muss erhöht und das Material der Truppe verbessert werden." Die Politik habe bei der Reduzierung der Truppenstärke im Zuge der Bundeswehr-Reform 2011 weder den Syrien-Einsatz noch die Ukraine-Krise vor Augen gehabt.

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), plädierte für einen flexiblen Umfang der Bundeswehr. Es könnten angesichts besonderer Herausforderungen statt der vorgesehenen 185 000 auch zeitweise 187 000 Soldaten sein, sagte er der "Rheinischen Post". Die Linken-Verteidigungspolitikerin Christine Buchholz erklärte dagegen: "Die richtige Antwort auf die Überdehnung der Bundeswehr ist die Beendigung der Auslandseinsätze." Ansonsten verstricke sich Deutschland immer tiefer in Kriege.

Die Debatte hatte mit der Abstellung von Soldaten für den Syrien-Einsatz begonnen. Im Zuge dessen traf die Fregatte "Augsburg" mit rund 220 Soldaten an Bord im südöstlichen Mittelmeer ein und wurde in der Nacht auf Sonntag dem Kommando der Franzosen unterstellt.

Die "Augsburg" soll mit Schiffen aus Belgien, Frankreich und Großbritannien den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" schützen. Der Verband soll in den nächsten Tagen durch den Suez-Kanal in sein geplantes Einsatzgebiet im Persischen Golf verlegt werden. Frankreich hatte seine Luftangriffe gegen den IS nach den Anschlägen von Paris verstärkt.

Das am Freitag vom Bundestag beschlossene Mandat für den Syrien-Einsatz sieht vor, der internationalen Anti-IS-Koalition mit bis zu 1200 Soldaten, sechs Aufklärungsflugzeugen, einem Tankflugzeug, Satellitentechnik sowie einer Fregatte zu helfen. Direkte deutsche Angriffe sind nicht vorgesehen. Zudem liefert Deutschland weiter Waffen und Material an irakische Kurden. Einsätze von Soldaten zur Grenzsicherung sowie eine Beteiligung an Sicherheitsmaßnahmen im Inland schloss Kanzlerin Angela Merkel erneut aus.

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07.12.2015, 08:30 Uhr
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