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Grün-Weiß statt Weiß-Blau

Bundesliga: Göppinger erobern Bittenfelds Handballfestung mit 31:23

Im Stile einer Spitzenmannschaft hat Frisch Auf die Derby-Premiere gegen den TVB Stuttgart mit 31:23 (14:12) gewonnen. Dennoch konnte Bittenfeld den Favoriten phasenweise überraschen.

08.10.2015
  • MANUELA HARANT

Stuttgart Am Ende herrschte wieder Freundschaft, sogar zwischen den Fangruppen aus Bittenfeld und Göppingen. Als Linksaußen Marcel Schiller den letzten Siebenmeter zum 31:23-Endstand für Frisch Auf verwandelte, standen alle Fans gemeinsam auf der Tribüne und klatschten die letzten Sekunden herunter. Viel zu diskutieren gab es da auch nicht, zu eindrucksvoll hatte Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen die Festung Porsche-Arena gestürmt. Es war gestern der etwas unspektakuläre Schlusspunkt einer dennoch attraktiven, interessanten und besonderen Derby-Premiere in der Handball-Bundesliga.

So eine ausgeglichen besetzte Arena hatte es schon lange nicht mehr gegeben: Der neue Tabellendritte stellte im historischen ersten Derby der Handball-Bundesliga gegen Bittenfeld zwar den größeren Fanblock, dafür hatten die Bittenfelder die Haupt- und Gegentribüne im Griff. Dem Aufruf des TVB, das erste Bundesliga-Derby der Vereinsgeschichte ganz in Weiß und Blau die Halle zu bevölkern, waren viele der 6500 Zuschauer in der ausverkauften Arena gefolgt.

Und die Bitttenfelder nutzten zunächst die spürbare Euphorie der Zuschauer - allen voran Torwart Yunus Özmusul. Der Schlussmann entschärfte so ungefähr alles, was die Göppinger - vor allem aus dem Rückraum - aufs Tor brachten. Angetrieben von einem starken Rückraum-Duo Dominik Weiß/Lars Friedrich, das meist bis zum Kreis durchdringen konnte, gingen die Bittenfelder schnell mit 2:0 in Führung und hielten diese Distanz fast eine Viertelstunde lang aufrecht.

In der munteren, fairen und von taktischen Kniffen auf beiden Seiten geprägten ersten Hälfte war es zunächst Zarko Sesum, der den Abstand der Göppinger mit seinen Treffern aus großer Distanz durch die schwierige Anfangsphase brachte. Als über den Rückraum zeitweise gar nichts mehr ging, fanden die Außen Andreas Berg und Thomas Kristensen sowie Kreisläufer Niclas Barud ihre Lücken.

Gleichzeitig hatte Frisch Auf defensiv eine Lösung gegen den Bittenfelder Überraschungsangriff mit zeitweise zwei Kreisläufern gefunden, und schnell war aus einem 8:9-Rückstand in eine 14:12-Pausenstand verwandelt. Die Lösung aller Probleme liegt bei den Grün-Weißen momentan - egal ob gegen Meister Kiel oder den Neuling - in den vielen Angriffsmöglichkeiten.

Als es in der 35. Minute und zwei Treffern von Tim Kneule schon 18:14 für die Göppinger stand, wurde es nochmal kurz hitzig. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Barud regte sich Frisch-Auf-Coach Magnus Andersson über Gebühr auf - und schon waren die Göppinger nur noch zu viert auf dem Feld. Ging da etwa noch was für den Außenseiter? Nein. Denn selbst diese heikle Phase spielten die Gäste clever herunter - allen voran ein überragender Zarko Sesum, der gestern aus allen Lagen traf.

TVB-Coach Thomas König reagierte nach dem 15:21 mit einem Torhüterwechsel, doch auch der junge Sebastian Arnold konnte nicht mehr viel ausrichten. Inzwischen hatte sich die TVB-Tormaschine Weiß/Friedrich an der Frisch-Auf-Defensive aufgerieben. Im Stil einer Spitzenmannschaft spielte Göppingen die Partie über 22:16 und 27:18 herunter. Trainer Magnus Andersson sprach schließlich von einem "lockeren Ausklang" gegen den Drittletzten.

Bundesliga: Göppinger erobern Bittenfelds Handballfestung mit 31:23
Beispiel überlegener Göppinger: Frisch Aufs Tim Kneule wuchtet sich durch die Stuttgarter Abwehr. Foto: Imago

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08.10.2015, 12:00 Uhr
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