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Schattenwirtschaft

Bundesbank gegen Bargeldobergrenze

Bisher gibt es keinen Nachweis, dass Beschränkungen kriminelle Aktivitäten verringern.

19.03.2019

Von dpa

Frankfurt. Bargeld wird Modellrechnungen der Deutschen Bundesbank zufolge nur zu einem geringen Teil missbräuchlich genutzt. Demnach lassen sich etwa 14 Prozent der Bareinzahlungen in Bundesbank-Filialen „indirekt auf die Schattenwirtschaft zurückführen“. Für 2015 ergeben sich so illegale Bareinzahlungen von rund 60 Mrd. EUR.

Die Bundesbank beurteilt die Forderung nach Obergrenzen für Bargeschäfte ebenso wie die Abschaffung des 500-EUR-Geldscheins skeptisch. Es fehle „weiter am empirischen Nachweis“, dass kriminelle Aktivitäten durch solche Maßnahmen „effektiv bekämpft werden können“.

Schätzungen zufolge liegt der Anteil etwa von Schwarzarbeit, Schmuggel oder Drogenhandel am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 2 und 17 Prozent. In absoluten Zahlen hätte die Schattenwirtschaft damit einen Umfang von etwa 80 Mrd. bis 550 Mrd. EUR.

Bisher haben 12 EU-Mitgliedstaaten nationale Barzahlungsobergrenzen eingeführt. Die EU-Kommission sieht in EU-weiten Obergrenzen keine geeignete Maßnahme im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung.

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Erstellt:
19. März 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. März 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. März 2019, 06:00 Uhr

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