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Auf die Realzinsen kommt es an

Bundesbank: Sparen lohnt sich unverändert

Nominalzinsen zählen nicht, sagt die Bundesbank. Wichtig ist die tatsächliche Rendite. Bei geringer Teuerung können sich die Realzinsen sehen lassen.

27.10.2015
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt Die Bundesbank mahnt die Sparer in Deutschland, bei der Geldanlage nicht nur auf die nominalen Zinsen zu achten, sondern auch die Inflationsrate und damit den realen Zins in Betracht zu ziehen. Es gebe wenig Anlass für die Befürchtung, dass sich Sparen angesichts der niedrigen Zinsen nicht mehr lohne.

Real habe die Rendite des Geldvermögens der Bundesbürger wegen der niedrigen Inflationsrate und renditestarker Anlageformen von 2008 bis Anfang 2015 bei gut 1,5 Prozent gelegen. Nach Ansicht der Bundesbank könnte es noch mehr sein, wenn die Bundesbürger nicht an ihrer "anhaltend hohen Risikoaversion" festhalten würden. 2014 hätten trotz der niedrigen Zinsen mehr als drei Viertel der Bundesbürger ihr Sparverhalten nicht verändert. Sie würden Geld, das sie zur Seite legen, weiter in liquide Bankeinlagen stecken, obwohl deren reale Rendite zeitweise negativ sei.

Die Bundesbank tritt mit dieser Analyse kurz vor dem Weltspartag am 31. Oktober Aussagen von Banken, Sparkassen und Volkswirten entgegen, die massive Einbußen der Haushalte durch die anhaltend niedrigen Zinsen beklagen.

"Die Beschränkung der Diskussion auf Einlagenzinsen greift zu kurz", heißt es im aktuellen Monatsbericht. Entscheidend sei die Betrachtung der realen Renditen, die neben der Inflation, die in diesem Jahr bei etwa 0,4 Prozent liegen dürfte, auch die Erträge aus Wertpapier-Kursgewinnen und Dividenden berücksichtige.

Bankeinlagen - also Giro- und Sparkonten - warfen der Bundesbank zufolge 2014 tatsächlich nichts ab, die reale Rendite habe bei Null gelegen. Versicherungsansprüche dagegen bringen trotz der Niedrigzinsen real meist über 2 Prozent und damit so viel wie Mitte der neunziger Jahre und vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2007. Fazit: Von einem außerordentlich niedrigen Rendite-Umfeld könne bei Versicherungen deshalb nicht gesprochen werden.

Haushalte, die auch auf Investmentfonds und Aktien setzen, haben sogar von einer beachtlichen realen Rendite profitiert. Trotz zum Teil hoher hohe Kursschwankungen hätten Aktien seit 1991 im Schnitt jährlich eine tatsächliche Rendite von gut 8 Prozent gebracht. "Das ist die renditestärkste Anlageform."

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27.10.2015, 12:00 Uhr
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