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Bietigheim-Bissingen

Bund verhindert Pflegekräfte aus Bhutan für den Südwesten

Schon bald könnten Krankenhäuser im Südwesten Unterstützung von Pflegern aus Bhutan bekommen - doch die Bundesregierung sperrt sich.

10.07.2018

Von dpa/lsw

Eine Bewohnerin einer Seniorenwohnanlage bekommt den Blutdruck gemessen.  Foto: Marijan Murat/Archiv dpa/lsw

Bietigheim-Bissingen. Es geht um ein Projekt des Vereins Bhutanhilfe aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg), der insgesamt 150 Pflegekräfte aus dem kleinen Königreich nach Baden-Württemberg bringen will. Das jedoch sei nicht vereinbar mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, heißt es aus Berlin.

«Bhutan hat arbeitslose Pflegekräfte, wir haben einen Pflegenotstand. Jeder möchte diesen beheben, aber scheinbar wiegen die Papiere der WHO mehr», sagte Alexander Klaussner, Vorsitzender des Vereins, bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Die WHO hatte im Jahr 2010 eine Liste von Ländern erstellt, von denen kein Pflegepersonal angeworben werden darf, um einen dortigen Mangel zu verhindern. Die Liste sei als Orientierung gedacht gewesen, Deutschland jedoch habe sie als einziges Land im Gesetz verankert, kritisiert der Verein.

Auch Bhutans Honorarkonsul Wolfgang Pfeiffer kann das Veto aus Berlin nicht verstehen: «Das Königreich Bhutan hat viele junge, ausgebildete Pflegekräfte, doch auch eine Arbeitlosenrate von 30 Prozent», so Pfeiffer. Deshalb habe man das Projekt entwickelt. Jährlich sollen dabei 30 arbeitslose Pflegekräfte mit abgeschlossener Ausbildung nach Deutschland kommen und auf die Landkreise Ludwigsburg, Konstanz und Hohenlohe verteilt werden. Sie sollen nach fünf Jahren wieder zurück in die Heimat ziehen.

Den baden-württembergischen Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und die Bundesagentur für Arbeit hätte man mit dem Projekt bereits überzeugt, sagte Pfeiffer, «doch dann kam die rote Karte aus Berlin».

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Erstellt:
10. Juli 2018, 16:03 Uhr
Aktualisiert:
10. Juli 2018, 15:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2018, 15:30 Uhr

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