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Karlsruhe

Bund und Land wollen KIT stärken

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) soll als gemeinsame Wissenschaftseinrichtung von Bund und Land eine einfachere Organisationsstruktur bekommen.

27.07.2018
  • dpa/lsw

Karlsruhe. Seit 2015 sei der Weg nach einer Grundgesetzänderung frei und jetzt sei die Zeit dafür reif, sagte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Freitag bei einem Besuch des KIT gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Alle Beschäftigten des KIT sollen künftig einheitlichen Regeln unterliegen, sagte Karliczek. «Damit ein echtes Wir-Gefühl entsteht.» So könnten sich dann auch die Wissenschaftler des vom Bund finanzierten Großforschungsteils des KIT an der Lehre des Hochschulteils beteiligen.

KIT-Präsident Holger Hanselka sprach von Fesseln, die der doppelte Haushalt durch Land und Bund anlege. So müssten für gegenseitige Leistungen intern Rechnungen geschrieben werden, was viel Arbeitskraft binde. «Wissenschaftlich sind wir weit gekommen, administrativ haben wir noch große Aufgaben.»

Grundlage für die Organisation des KIT solle künftig das Landesrecht sein, sagte Karliczek. Zum Zeitplan machten die Ministerinnen keine konkreten Angaben. Die Aufgabe, ein KIT 2.0 zu schaffen, solle so schnell wie möglich, aber auch gründlich erfüllt werden. Denn: Das KIT sei als erstes Projekt dieser Art in Deutschland eine Vorlage für andere Fälle, sagte Karliczek. Am Ende soll ein neues KIT-Gesetz stehen.

Das KIT war 2009 aus dem Zusammenschluss von Universität und Forschungszentrum Karlsruhe entstanden. Am KIT forschen und lehren 367 Professoren (2017). Insgesamt hat die Forschungsuniversität fast 9300 Beschäftigte und 25 500 Studenten. Mit seiner Struktur in der Helmholtz-Gemeinschaft ist das KIT nach Hanselkas Angaben einzigartig in Deutschland.

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27.07.2018, 14:14 Uhr | geändert: 27.07.2018, 14:20 Uhr
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