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Sredez

Bulgarische Grenzschützer töten Flüchtling

Ein Flüchtling aus Afghanistan ist von Sicherheitskräften an der türkisch-bulgarischen Grenze getötet worden. Bulgarische Behörden haben bestätigt, dass der Mann in der Nacht zum Freitag von der Kugel eines Grenzschützers getroffen wurde. Der Flüchtling starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

17.10.2015
  • AFP

Sredez Bulgariens Innenminister Georgi Kostow sagte bei einer Pressekonferenz, dass nach den Erkenntnissen der Sicherheitskräfte der tödlich getroffene Mann zu einer Gruppe von 54 unbewaffneten Flüchtlingen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren gehört habe. Sie seien den Anweisungen der Polizei zum Anhalten nicht gefolgt, sondern hätten "Widerstand" geleistet. Polizisten feuerten nach eigenen Angaben Warnschüsse ab, der Afghane sei von einem "Querschläger" getroffen worden. Die restlichen Männer aus der Gruppe wurden festgenommen und Ermittlungen zum genauen Tathergang eingeleitet. Die Flüchtlinge gaben an, aus Afghanistan zu stammen, aber keine Personalausweise bei sich zu haben.

Bulgarien liegt abseits der Hauptroute der meisten Flüchtlinge, die in die EU gelangen wollen. Dennoch gelangten in den vergangenen Monaten zehntausende Flüchtlinge ins Land. Die Regierung baute zuletzt die 260 Kilometer lange Grenze zur Türkei mit Stacheldrahtzäunen aus. Zusätzlich patrouillieren rund 2000 Grenzschützer, Polizisten und Soldaten an der Grenze.

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17.10.2015, 12:00 Uhr
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