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Büromieten erreichen neuen Höchststand
Ein Bürogebäude im Stuttgarter Europaviertel hinter dem Hauptbahnhof. Im Zentrum der Landeshauptstadt sind die Mieten am höchsten in der Region. Foto: Foto: Ferdinando Iannone
Immobilien

Büromieten erreichen neuen Höchststand

Die IHK befragt mehr als 600 Mitgliedsbetriebe in der Region: In Spitzenlagen ist der Quadratmeterpreis seit 2014 um fünf Euro gestiegen.

24.11.2017
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. In der Region Stuttgart lastet nicht nur auf dem Wohnungsmietmarkt immer mehr Druck, auch bei den Büromieten klettern die Preise stetig in neue Höhen. Laut einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart unter 618 Mitgliedsbetrieben ist die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter in der Gesamtregion seit 2014 von 9,40 auf 9,90 Euro gestiegen. In den Spitzen schießt erwartungsgemäß Stuttgart den Vogel ab. In neuen Gebäuden in bester Innenstadtlage liegt der Höchstpreis inzwischen bei knapp 23 Euro ohne Nebenkosten. 2014 hatte der Wert noch 18 Euro betragen – die Erhebung findet alle drei Jahre statt.

„Die Innenstadt von Stuttgart als Bürostandort gewinnt seit Jahren an Beliebtheit“, sagt der neue IHK-Hauptgeschäftsführer Johannes Schmalzl. „Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte ist die Lage des Arbeitsplatzes ein wichtiges Kriterium.“ Flankiert werde die Entwicklung durch die Raumknappheit und fehlende Bauprojekte, weshalb „häufig im Bestand vermietet“ werde.

Nach Angaben von Ellwanger & Geiger Real Estate, das in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Wirtschaftsförderung Bürodaten erhebt, sind in der Stuttgarter City mit dem Lautenschlager-Areal und den Eberhardhöfen derzeit nur zwei Neubauprojekte geplant. 2018 würden voraussichtlich 165 300 Quadratmeter an neuen Flächen fertiggestellt, davon seien allerdings bereits 50 Prozent vermietet. Die Leerstandsquote lag 2016 mit 2,8 Prozent passend dazu beim bundesweit niedrigsten Wert. Dieser hat sich im ersten Halbjahr 2017 weiter auf 2,7 Prozent reduziert.

Ein Fünftel aller befragten IHK-Mitgliedsunternehmen berichtet von Mieterhöhungen in den vergangenen zwei Jahren. Auch jenseits der Spitzen müssen Mieter insbesondere in den Stuttgarter Innenstadtbezirken tief in die Tasche greifen. Innerhalb des Cityrings stiegen die Bestandsmieten im Schnitt demnach seit 2014 von 13,70 auf 14,60 Euro pro Quadratmeter.

Betrachtet man den ganzen Stadtkreis Stuttgart liegt der Quadratmeterpreis im Schnitt bei 11,30 Euro, während er in den angrenzenden Landkreisen Böblingen (9 Euro), Ludwigsburg (8,50), Rems-Murr (8,40), Esslingen (8,30) und Göppingen (7,80) im Schnitt mit unter zehn Euro angegeben wird. Der Druck auf den Stuttgarter Kessel setzt sich dabei in der Region fort: Zum Trend ins Zentrum der Landeshauptstadt gibt es den Gegentrend, dass Unternehmen wie etwa die Allianz oder Wüstenrot & Württembergische das Zentrum oder sogar gleich die Stadt verlassen und sich in der Region oder darüber hinaus ansiedeln. Auch in den Landkreisen ist laut IHK ein Hang zu zentralen Citylagen erkennbar. Spitzenreiter bei den Bestandsmieten unter den Kreisstädten ist dabei Böblingen, am erschwinglichsten sind Büros hingegen in Göppingen.

Die Lage der Bürogebäude sei zwar nicht so entscheidend wie beim Einzelhandel, aber dennoch wichtig, heißt es in der Studie. Gastronomie- und Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung, das Image des Viertels sowie die Ausstattung der Räume und der Zustand des Gebäudes seien Kriterien, außerdem freilich die verkehrliche Anbindung.

In der Studie bezeichneten neun von zehn der befragten Unternehmen die Erreichbarkeit über die Straße als gut. Nachholbedarf gibt es bei der Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, damit zeigten sich nur 75 Prozent der Betriebe zufrieden. So lange dieses Defizit bestehe und es Gewerbegebiete und Unternehmensstandorte gebe, die mit Bus und Bahn nicht gut erreichbar seien, ergeben Fahrverbote in den Augen der Kammer keinen Sinn. Ein weiteres Problem für den Wirtschaftsstandort sieht die IHK laut Sprecherin Anke Seifert im Mangel an bezahlbarem Wohnraum gerade in Stuttgart. Dieser erschwere das Anwerben von dringend benötigten Fachkräften.

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24.11.2017, 06:00 Uhr
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