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Volksbanken beklagen Meldevorgaben

Bürokratie belastet vor allem die Kleinen

Die Volks- und Raiffeisenbanken laufen gegen Teile der Bankenregulierung Sturm. Ihr Argument: Sie kostet Millionen und bevorzugt die Großbanken.

01.10.2015
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt Die Regulierung im Bankensektor trifft vor allem mittelgroße und kleinere Banken, bürdet ihnen hohe Kosten und eine zusätzliche Arbeitsbelastung auf. Diese schon mehrfach geäußerte Auffassung hat sich der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) jetzt durch eine Analyse zweier renommierter Finanzprofessoren (Andreas Hackethal und Roman Inderst) der Frankfurter Goethe-Universität bestätigen lassen.

Hauptprobleme seien die zunehmenden Meldepflichten, für die kleinere Institute mehr Zeit aufwenden müssten als für die Betreuung ihrer Kunden. Dies führe in der Wertpapierberatung bei den 1050 Banken auf jährliche Mehr-Kosten für Meldevorschriften von rund 100 Mio. EUR. BVR-Präsident Uwe Fröhlich fordert deshalb Politik und Bankenaufseher auf, das Ganze zu überprüfen und vielfach zu beobachtende Doppelungen zu beseitigen.

Laut Studie können gerade kleinere Volks- und Raiffeisenbanken im Wertpapiergeschäft nicht mehr die Erträge erwirtschaften, um die Kosten der Regulierung zu decken. Selbst Vorstände mittelgroßer Institute müssten sich mit mindestens einem Drittel ihrer Zeit der Regulierung widmen.

Der BVR kritisiert schon länger, dass die Regulierung in gleichem Maße für große, systemrelevante Banken wie für kleinere regionale Institute gelten sollen: "Die relativ stärkere Belastung kleinerer Banken kann nicht gewollt sein - dagegen wehren wir uns." Auf entschiedene Kritik beim BVR stößt gegenwärtig die Absicht der Bundesbank, dass die Institute jeden einzelnen Kredit unabhängig von der Summe an die Aufseher melden sollen. Selbst die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelte europäische Bankenaufsicht SSM verlangt dies erst ab 25 000 EUR. Fröhlich hält eine Grenze von 100 000 oder 250 000 EUR für ausreichend.

Trotzdem werden die Volks- und Raiffeisenbanken weder ihr Leistungsangebot einschränken noch ihre Preise erhöhen. Angesichts des harten Wettbewerbs könnten sie sich dies gar nicht leisten. "Wir müssen uns intern effizienter organisieren." Auch eine größere Fusionswelle sieht Fröhlich nicht. Generell sei es für die Finanzstabilität kritisch, wenn es nur noch größere Banken gebe.

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01.10.2015, 12:00 Uhr
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