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Aufgespießt

Bürgernah und bäckernah

Gut, die Damen und Herren müssen sich erst noch sortieren. Der Schulz-Schock wirkt auf die CDU belebend, aber ein bisschen Verwirrung ist auch. Denn in einem Papier, in dem Vorschläge für das Wahlprogramm gemacht werden, ist ein Punkt besonders wichtig: Das Recht des deutschen Bürgers auf Bargeldzahlung.

03.03.2017

Von CAROLINE STRANG

Ja, da wundern Sie sich. Hätten Sie nicht gedacht, dass es so ein schützenswerter Akt ist, wenn sie der Bäckereifachverkäuferin 3,45 Euro geben. Man muss es wörtlich zitieren: „Wir erachten die Möglichkeit jedes Bürgers, nach eigenem Willen auch mit Bargeld zu zahlen, als ein unverzichtbares Merkmal einer freiheitlichen, bürgerschaftlich verfassten Gesellschaft.“

Das klingt nach unverrückbaren Festen unserer kleinen deutschen Welt. Wer an dieser tragende Säule rüttelt? Ein paar wichtige Menschen, die Bankgeschäfte regeln oder gegen Geldwäsche und Korruption vorgehen. Der deutsche Bürger hingegen hält seine Münzen ganz fest in der Hand.

Kein Grund zur Aufregung also. Eher regen sich Menschen aus anderen Ländern auf, die gewohnt sind, alles mit Karte zu bezahlen. Bei uns geht das nicht überall. Was die CDU mit ihrer Forderung will? Weiß man nicht so genau. Aber ein Recht auf Bargeld klingt gut. Geerdet. Bürgernah. Bäckernah. Es als so wichtig und bedroht darzustellen, zeigt den feinen Unterschied zwischen „ein Recht haben“ und recht haben. Caroline Strang

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Erstellt:
3. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. März 2017, 06:00 Uhr

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