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Bürgermeister kritisiert Inszenierung von «Mein Kampf»
Thomas Fritz Jung (l-r) als Schlomo Herzl, Andreas Haase als Lobkowitz und Peter Posniak als Hitler. Foto: Felix Kästle dpa/lsw
Konstanz

Bürgermeister kritisiert Inszenierung von «Mein Kampf»

Die geplante Verwendung von Hakenkreuz-Symbolen während einer Theateraufführung von George Taboris «Mein Kampf» in Konstanz stößt beim Kulturbürgermeister der Stadt auf Kritik.

19.04.2018
  • dpa/lsw

Konstanz. «Die Aktion ist offenbar durch die Kunstfreiheit gedeckt, der Intendant ist ausgewiesener Jurist. Aber hier werden Grenzen in verantwortungsloser Weise überschritten, die auch im Namen der Kunst nicht überschritten werden dürfen», sagte Andreas Osner.

Das Theater will Besuchern, die sich verpflichten, während der Vorstellung im Saal ein Hakenkreuz-Symbol zu tragen, freien Eintritt gewähren. Wer eine Karte kaufe, könne dagegen einen Davidstern als Zeichen der Solidarität mit den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft tragen. Der Davidstern steht als Symbol des Judentums. Inszeniert wird das Stück von Regisseur Serdar Somuncu, die Premiere ist am Freitag (20. April). George Taboris Werk «Mein Kampf» ist laut Theater eine Karikatur der früheren Jahre Adolf Hitlers.

«Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passieren könnte, wenn Besucher aus dem rechten Spektrum die Aufführung okkupieren und die Inszenierung mit den nationalsozialistischen Armbinden für sich ausschlachten», sagte Osner weiter. Nach Angaben des Theaters gab es bereits zahlreiche Anfragen für Freikarten. Bei den 14 Vorstellungen sollten aber jeweils nur eine Handvoll Menschen mit Freikarte dabei sein. Zudem seien Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.

Die Freikarten-Idee hatte bereits im Vorfeld für Kritik gesorgt - ebenso wie die Tatsache, dass das Premierendatum auf den Geburtstag von Adolf Hitler fällt. Unter anderem hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft in der Bodensee-Region zum Boykott des Stückes aufgerufen. Das Theater teilte daraufhin mit, dass Zuschauer, die das Datum als Provokation empfänden, die Karten umtauschen könnten.

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19.04.2018, 11:55 Uhr | geändert: 19.04.2018, 11:40 Uhr
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