Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Freiburg

Freiburgs OB Horn will Streit um neuen Stadtteil beenden

Nach dem Bürgerentscheids-Votum für den Bau eines neuen Stadtteils in Freiburg beginnen die Behörden mit den weiteren Planungen.

24.02.2019

Von dpa/lsw

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos). Foto: Patrick Seeger dpa/lsw

Freiburg. Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) rief die Gegner des Projekts zum Mitmachen auf. «Auf Arbeitsebene wollen wir mit Kritikern und Skeptikern kooperieren», sagte Horn in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. Deren Einwände gegen das Bauvorhaben würden gehört. Ziel sei es, gemeinsam zu planen. «Wir wollen keine neuen Gräben aufmachen, sondern Brücken bauen.» Das eindeutige Ergebnis des Bürgerentscheids sei hierfür eine gute Grundlage. Es könne gelingen, Streit beizulegen.

Der vom Rathaus geplante Bau des neuen Stadtteils hatte bei einem Bürgerentscheid am Sonntag die notwendige Mehrheit bekommen. Es handelt sich nach Angaben der Freiburger Stadtverwaltung um eines der größten Wohnneubauprojekte Deutschlands.

Für die Baupläne stimmten nach Angaben des städtischen Wahlamtes genau 60 Prozent der Wähler. 40 Prozent votierten dagegen. Die Entscheidung ist bindend, da das hierfür notwendige Quorum von mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten erreicht wurde. Die Wahlbeteiligung betrug dem Rathaus zufolge 49,6 Prozent.

«Ich bin dankbar für das klare Votum und die hohe Wahlbeteiligung», sagte Horn. Dies gebe den Bauplänen eine größere Legitimation. Der Weg für den Bau sei nun frei. Mit den betroffenen Landwirten, deren Wiesen und Äcker weichen müssten, werde er das Gespräch suchen.

Der knapp 110 Hektar große Stadtteil Dietenbach soll auf derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen entstehen. Geplant sind in den kommenden Jahren rund 6500 Wohnungen für 15 000 Menschen. Freiburg will so die Wohnungsnot bekämpfen und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Auf Widerstand stößt das Vorhaben bei Naturschützern und Landwirten.

Zum Artikel

Erstellt:
24. Februar 2019, 20:21 Uhr
Aktualisiert:
25. Februar 2019, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2019, 06:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+