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Stuttgart

Brüdergemeinde Korntal bietet Missbrauchsopfern Geld

Ehemalige Heimkinder, die in Einrichtungen der Brüdergemeinde Korntal nach eigenen Angaben missbraucht worden sind, sollen je 5000 Euro von der Gemeinde bekommen - viel zu wenig, kritisieren Betroffene.

06.02.2016

Von dpa/lsw

Das Kinder- und Jugendheim «Hoffmannhaus» der Brüdergemeinde Korntal. Foto: Daniel Naupold/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. Das Angebot sei ein «Schlag ins Gesicht», sagte Detlev Zander, Sprecher des Betroffenenforums Missbrauch in der evangelischen Brüdergemeinde Korntal, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich werde das nicht tolerieren.» Zander fordert bis zu 50 000 Euro für jedes Opfer.

Die Brüdergemeinde Korntal hatte am Freitag überraschend mitgeteilt, dass sie Opfern von Gewalt in ihren Kinderheimen «freiwillige Hilfen» von bis zu 5000 Euro pro Person «zur Anerkennung ihres Leids» zahlen will. Der Vorsteher der Gemeinde, Klaus Andersen, möchte damit laut Mitteilung zeigen, «dass wir unsere moralische Verantwortung für die Geschehnisse annehmen». Die Brüdergemeinde investiere im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Zander will für einen höheren Betrag streiten. Auf die finanziellen Möglichkeiten der Brüdergemeinde könne er keine Rücksicht nehmen.

Die Brüdergemeinde ist eine evangelische Freikirche. In ihren Kinderheimen sollen nach Angaben der Opfervertreter zwischen 1959 und 1975 mehr als 200 Kinder sexuell missbraucht, misshandelt und gedemütigt worden sein - die Brüdergemeinde geht davon aus, dass einiges davon stimmt und will nach eigenen Angaben die Aufarbeitung der Vorwürfe weiter unterstützen.

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Erstellt:
6. Februar 2016, 17:45 Uhr
Aktualisiert:
6. Februar 2016, 17:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2016, 17:30 Uhr

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