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Suche nach kontaminiertem Gegenstand

Britische Polizei ermittelt nach neuem Nowitschok-Fall auf Hochtouren

Nach dem neuerlichen Fall einer Nowitschok-Vergiftung in Südwestengland ermittelt die britische Polizei weiter auf Hochtouren. Eine heiße Spur hatten die Ermittler am Freitag nicht zu vermelden, sie fahndeten weiter nach dem Gegenstand, durch dessen Berührung ein britisches Paar vergiftet wurde.

07.07.2018

Von AFP

Salisbury. Die 44-jährige Dawn Sturgess und ihr ein Jahr älterer Freund Charlie Rowley aus der Kleinstadt Amesbury nahe Salisbury waren am vergangenen Samstag in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Ermittler vermuteten zunächst, dass die beiden verunreinigte Drogen konsumiert hätten. Labortests ergaben schließlich, dass beide durch Nowitschok vergiftet wurden.

Mit dem Nervengift waren im März der russische Ex-Geheimagent Sergej Skripal und seine Tochter in Salisbury vergiftet worden. Die Ermittler gehen der Annahme nach, dass das jetzt vergiftete britische Paar mit Nowitschok-Resten in Kontakt kam, die beim Mordanschlag auf Skripal und seine Tochter übrig geblieben sein könnten. Nicht ausgeschlossen wird, dass noch andere Menschen mit dem Gift in Kontakt kommen könnten, solange der kontaminierte Gegenstand nicht gefunden ist.

Bewohner von Salisbury zeigten sich beunruhigt. „Es ist ein Gift, nicht eine Pistole oder ein Messer, das man entsorgen könnte“, sagte der 66-jährige Anwohner Geoffrey beim Spaziergang durch die Stadt. „Es könnte auf jeder Sitzbank sein - das macht mich nervös.“ Die Zahnärztin Jane Turner war besonders besorgt um die Kinder der Kleinstadt: „Sie könnten etwas aufheben, ohne auch nur darüber nachzudenken.“

Skripal und seine Tochter waren am 4. März bewusstlos in Salisbury gefunden worden und lagen danach wochenlang im Krankenhaus. Die britische Regierung macht Russland für den Giftanschlag verantwortlich. Moskau weist die Vorwürfe vehement zurück. Der Fall führte zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Russland und Großbritannien. Der neuerliche Nowitschok-Fall verschärfte die Spannungen nun.

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Erstellt:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2018, 06:00 Uhr

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