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Berlin

Briten wollen Kühlfahrzeuge sauberer machen

Kühltransporter sind unterschätzte Dreckschleudern mit hoher Umweltbelastung. Ein britisches Technologieunternehmen will das ändern.

02.10.2015
  • DIETER KELLER

Berlin Fahrverbote und Tempo 40 werden in Stuttgart diskutiert, weil die Feinstaub- und Stickoxidbelastung die zulässigen Werte an viel mehr Tagen übersteigt als erlaubt. Mit diesem Problem kämpfen viele Großstädte. Eine Quelle wurde bisher zu wenig beachtet: Kühltransporter stoßen bis zu 29-mal mehr krebserregenden Feinstaub und sechsmal mehr Stickoxid aus als die großen Dieselmotoren, die Lastwagen antreiben. Immerhin 180 000 fahren auf deutschen Straßen, und schon durch immer mehr Heimlieferungen steigt die Zahl ständig.

Zu diesem Ergebnis kommt das britische Technologieunternehmen Dearman in einer Untersuchung mit der Universität Birmingham. Es hat auch eine Lösung: eine emissionsfreie Kühlanlage, die mit flüssiger Luft oder mit Stickstoff arbeitet.

Derzeit wird für die Klimatisierung der Kühltransporter in der Regel ein Extramotor genutzt und nicht der normale Fahrzeugmotor. Beide arbeiten mit Diesel. Der Kühlmotor, der nach Angaben von Dearman-Manager Tim Fox meist aus China stammt, basiere auf einer veralteten Technologie. Es gebe auch so gut wie keine Abgasvorschriften. Die Folge: Die 1 Mio. Kühlautos, die in der EU im Einsatz sind, stießen so viele Schadstoffe aus wie 65 Mio. Diesel-Pkw. Das ist allerdings etwas dramatisch gerechnet, nämlich auf Basis der neuen Euro-6-Norm. Nach der Euro-5-Norm, die das Problem beim VW-Abgasskandal ist, wären es deutlich weniger.

Dearman setzt nicht auf staatliche Vorschriften, sondern auf niedrigere Kosten seiner Technologie: Eine Anlage mit Stickstoff-Motor ist zwar in der Anschaffung 17 Prozent teurer. Doch die laufenden Kosten sind deutlich günstiger. Auf 5 Jahre Laufzeit gerechnet sind die Gesamtkosten um ein Drittel niedriger als beim Diesel-Aggregat. Der Bürgermeister des besonders abgasgeplaten London ist nach den Worten von Fox von der Lösung begeistert. Demnächst will er dessen Stuttgarter Amtskollegen Fritz Kuhn (Grüne) die umweltfreundliche Kühlung ans Herz legen.

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02.10.2015, 12:00 Uhr
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