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Kriminalität

Brave Jugend dank Internet

25.01.2017

Von ANDRé ANWAR

Handy und Internet können Jugendliche von Drogen und Kleinkriminalität ablenken. Foto: dpa

Stockholm. Noch in den 80er Jahren warnten Pädagogen vor der Verdummung und Verrohung der Jugend durch das böse Fernsehen. Dann kam das Internet, das Menschen noch viel mehr vereinnahmt. Doch der dänische Rat zur Kriminalitätsvorbeugung (DKR) gibt überraschend Entwarnung.

Die Jugendkriminalität in Dänemark geht seit 2005 zurück und lag 2016 auf einem historischen Tiefstand, ergibt eine neue Studie des Rates. Unter die Lupe genommen wurden 14- und 15-Jährige. Im Bereich „sehr ernste Kriminalität“, der als wichtigster Indikator angesehen wird, ist die Quote seit 2005 um 41 Prozent gefallen, auch Ladendiebstähle nahmen ab.

Die Jugend ist also viel braver als früher. Einige Gründe dafür sind laut DKR, dass Jugendliche im Durchschnitt ein besseres Verhältnis zu ihren Eltern haben als früher. Auch sind die meisten dänischen Familien heute wohlhabender. Den mit Abstand wichtigsten Grund für den drastischen Kriminalitätsrückgang sieht der DKR jedoch im Internet, das über Handys, Computer und Tablets flackert. Das beruhige die Jugend, so der Tenor. Und sie langweile sich nicht mehr. Auch der Drogenkonsum bei jungen Dänen zwischen 16 und 25 hat sich seit 2008 mehr als halbiert. „Die Lebensstiländerung, die im Umzug des Jugendlebens von der Straße in den Cyberspace liegt, ist die größte Ursache“, erklärt Kriminologieprofessor Flemming Balvig der Zeitung „Politiken“. André Anwar

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Erstellt:
25. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2017, 06:00 Uhr

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