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Brasilia

Brasiliens Präsidentin wehrt sich

Wenige Monate vor den Olympischen Sommerspielen herrscht im Gastgeberland Brasilien zunehmend politisches Chaos.

21.03.2016
  • AFP

Brasilia. Die Justiz liefert sich einen Machtkampf mit Präsidentin Dilma Rousseff und ihrem Vorgänger Luiz Inácio Lula da Silva, Anhänger und Gegner der linken Präsidentin gehen zu Hunderttausenden auf die Straße.

Am Wochenende sorgten Korruptionsvorwürfe aus dem eigenen Lager für zusätzlichen Druck auf Rousseff. Der ehemalige Senator ihrer Arbeiterpartei, Delcidio do Amaral, warf der Präsidentin vor, von dem Bestechungsskandal rund um den staatlichen Ölkonzern Petrobas nicht nur gewusst zu haben: "Dilma hat das System geerbt und direkt davon profitiert", sagte Amaral, der selbst in die Affäre verwickelt ist. Er warf der Staatschefin vor, mit den Bestechungsgeldern ihre Wahlkämpfe in den Jahren 2010 und 2014 finanziert zu haben. Die 68-Jährige ordnete eine Verleumdungsklage gegen Amaral an. Rousseff weist jede Verwicklung in den Skandal zurück.

Damit stehen der Präsidentin und Lula weitere juristische Auseinandersetzungen bevor. Offenbar um Lula vor Strafverfolgung zu schützen - aber auch, um ihre Regierung zu stärken - machte Rousseff ihren einstigen Mentor vergangene Woche zu ihrem Stabschef. Ob das zulässig ist, darüber muss nun das Oberste Gericht befinden.

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21.03.2016, 08:30 Uhr
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