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Messe

Brandschutz durchkreuzt VHS-Pläne

Das Baurechtsamt der Stadt untersagt Veranstaltungen im Foyer des Treffpunkts Rotebühlplatz.

18.10.2019

Von MELISSA SEITZ

Stuttgart. . Eigentlich eignet sich die offene und lichtdurchflutete Empfangshalle am Standort Treffpunkt Rotebühlplatz der Stuttgarter Volkshochschule optimal für Messe, Vorträge und Co. Jetzt musste die Veranstaltung „Tag der Kulturen“ am 20. Oktober mit insgesamt 65 internationalen Info- und Essensständen abgesagt werden. „Es geht erst mal gar nichts in der Halle“, sagt Gudrun Hähnel, Leiterin des Treffpunkts Rotebühlplatz. Grund sind Einwände des Brandschutzes gegen bestimmte Veranstaltungen im Gebäude.

„Brandgefährlich“ bezeichnet Sven Matis, Sprecher der Stadt, die Kombination aus Veranstaltungen im Foyer und dem Regelbetrieb in der Volkshochschule. Die Direktorin der Stuttgarter VHS, Dagmar Mikasch-Köthner, wolle den Standort am Rotebühlplatz in eine Art Marktplatz umgestalten. Bei einer solchen Nutzung „breche das dünne Gerüst des Brandschutzes ein“.

Die brandschutzrechtlichen Auflagen für einen Regelbetrieb in dem Volkshochschulenstandort werden zwar erfüllt, nicht aber, wenn Messen mit vielen Menschen und entflammbarem Material im Foyer stattfinden. „Trennwände und Broschüren, all das kann Feuer fangen“, erklärt der Pressesprecher. Zwar sei vor circa einem Jahren ein Treppengerüst an die Außenfassade der VHS gebaut worden, sollte ein Feuer ausbrechen, reiche dieser Fluchtweg bei weitem nicht für Angestellte, Kursteilnehmer und Veranstaltungsbesucher aus.

Finanzielle Unterstützung

2008 hat die Stadt circa zweieinhalb Millionen Euro in Brandschutzertüchtigungen am Treffpunkt Rotebühlplatz gesteckt. „Türen wurden verbessert, Brandschutzmelder installiert und Kabelschächte gebaut“, sagt Matis. Im Herbst 2018 stellte das Baurechtamt fest, dass der Brandschutz für eine zusätzliche Nutzung, wie Mikasch-Köthner sie vorsieht, nicht ausreicht. Nun wollte die Stadt „einen niedrigen Millionen-Betrag“ bereitstellen, um im Haushalt 2020/21 mit den Planung für eine Umstrukturierung des Hauses zu beginnen. Im darauffolgenden Haushalt soll es dann an die Umsetzung gehen.

Bis der Brandschutz im Haus allen Vorgaben entspricht, versucht die Volkshochschule Veranstaltungen wie zum Beispiel die Fachmesse „Besser Sehen“ am 25. Oktober in andere Räume im Gebäude zu verlegen. Diese Messe sollte ursprünglich im Foyer stattfinden. Laut Hähnel erhalten solche Veranstaltungen dann aber ein anderes Flair. Gegen „kleine Zusammenkünfte“ im Foyer, wie Matis sie nennt, habe die Stadt nichts. „Wenn 30 Leute zu einem Vortrag kommen, sollte das kein Problem sein. Melissa Seitz

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Erstellt:
18. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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