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Brandbombe in Londoner U-Bahn
Nach der Explosion züngeln immer noch Flammen aus dem Brandsatz. Foto: Actionpress
Terror

Brandbombe in Londoner U-Bahn

Beim fünften Anschlag in diesem Jahr werden 18 Menschen verletzt. Experten gehen davon aus, dass Mängel des Sprengsatzes größeren Schaden verhindert haben.

16.09.2017
  • HENDRIK BEBBER

London. Die Brandbombe explodierte kurz nach 8 Uhr zur Hauptstoßzeit im morgendlichen Berufsverkehr. Als der Zug der „District Line“ den kleinen U-Bahnhof „Parsons Green“ erreichte, hörten die Passagiere einen dumpfen Knall vor der Feuerwalze, die durch den Waggon raste. 18 Fahrgäste erlitten Brandverletzungen, aber keine war lebensgefährlich.

Augenzeugen schilderten Chaos undPanik, als die Fahrgäste um ihr Leben rannten. Sie retteten sich über die einzige Treppe in dem Bahnhof oder sprangen aus dem Zug auf die Gleise. „Ich musste über viele auf den Stufen gestürzte Menschen hinwegsteigen,“ berichtete die 27-jährige Emma Stevie. „Darunter war auch eine schwangere Frau und ein kleiner Junge und ich hatte Angst, dass sie zertrampelt werden. Ich kauerte mich hinter das Treppengelände und betete, dass mir nichts passiert.“ Nicole Linnell, eine 29-jährige Designerin, die auf dem Weg zur Arbeit war, sah „Dutzende von Menschen, die auf den Gleisen davonrannten. Das ist wohl das letzte, was man tun sollte und ich wusste wie schlimm die Situation war.“

Feuerwalze im Waggon

Videoaufnahmen, die ein Passagier auf seinem Handy bannte, zeigen, wie aus dem Brandsatz nach der Explosion immer noch Flammen züngelten. Es war ein weißer Eimer, der in einer großen Tragetasche in dem Zug abgestellt wurde. Der Londoner Chef für Terrorbekämpfung Mark Rowley bestätigte später, dass es sich um eine „selbst gebastelte“ Bombe handelte. Experten vermuten, dass die Konstruktion nur teilweise explodierte und deshalb nicht noch größeren Schaden anrichteten konnte.

Nach den letzten Anschlägen herrscht in Großbritannien die zweithöchste Terrorwarnstufe. Binnen Minuten nach der Explosion riegelten schwer bewaffnete Polizisten den Bahnhof ab. Während Spürhunde die Umgebung nach weiteren Bomben durchschnüffelten, kreiste ein Polizeihubschrauber über dem Tatort. Kolonnen von Löschzügen und Sanitätswagen waren ebenfalls sofort zur Stelle.

Premierministerin Theresa May bekundete wie der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, dass sich die Metropole und das Königreich niemals dem Terror gebeugt hat. Die Polizei und die Sicherheitsdienste begannen sofort mit der Auswertung der Videoüberwachung des Londoner U-Bahn Systems. So besteht eine gute Chance, dass der oder die Verursacher identifiziert werden.

Es ist der fünfte Terroranschlag, der Großbritannien dieses Jahr getroffen hat. Bei den vorhergegangenen Attentaten wurden insgesamt 36 Menschen getötet. Sechs weitere Anschläge konnten in diesem Jahr verhindert werden. Hendrik Bebber

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16.09.2017, 06:00 Uhr
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