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Festnahme

Brandanschlag von Remchingen scheint geklärt

Der Brandanschlag auf ein geplantes Flüchtlingsheim in Remchingen ist offenbar geklärt. Die Polizei nahm gestern einen Mann aus dem Enzkreis fest.

20.10.2015
  • HANS GEORG FRANK

Remchingen . Der mutmaßliche Brandstifter von Remchingen (Enzkreis) sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei hat gestern Morgen einen 42-jährigen Mann in seiner Wohnung festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Dabei waren die Beweise, die bei der Durchsuchung entdeckt worden waren, so belastend, dass der Haftbefehl wegen des Verdachts der Brandstiftung erlassen wurde. Dem Mann wird vorgeworfen, in der Nacht zum 18. Juli ein leer stehendes Gebäude im Remchinger Ortsteil Singen vorsätzlich in Brand gesteckt zu haben.

In dem Haus, das zuvor als Domizil eines Motorclubs gedient hatte, wollte die Gemeindeverwaltung im nächsten Frühjahr Flüchtlinge unterbringen. Bevor das dreistöckige Gebäude in einem Gewerbegebiet hergerichtet werden konnte, war es in Flammen aufgegangen. Von Anfang an war vermutet worden, dass es sich um Brandstiftung handelt. Weil auch ein fremdenfeindliches Motiv für möglich gehalten wurde, sprachen mehrere Politiker von einer Schande für das Land.

Eine Sonderkommission wertete 140 Spuren und Hinweise aus, zunächst ohne Ergebnis. Nach drei Monaten führte die Kleinarbeit offenbar doch noch zum Erfolg. Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon lobte die Polizeiarbeit: "Wir sind unglaublich erleichtert." Durch die Verhaftung würden "sicherlich auch potenzielle Täter abgeschreckt und damit weitere Taten verhindert". Dies sei "ein wichtiges Signal für unsere Gesellschaft". Er hoffe, so Prayon, dass der Mann nicht aus Remchingen stamme. Die Gemeinde war nach dem Brand in Verruf geraten. Die Polizei nannte als Herkunft des Verhafteten nur den Enzkreis - weitere Details zum Verdächtigen oder zum möglichen Motiv wurden nicht genannt.

"Rechtsradikale Brandstifter und Hetzer" ermahnte Innenminister Reinhold Gall, es gebe "keine rechtsfreien Räume in Baden-Württemberg". Gewalttaten gegen Flüchtlingsheime seien "verabscheuungswürdig". Sie würden "konsequent und mit langem Atem bekämpft".

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20.10.2015, 12:00 Uhr
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