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Botschafter erneut einbestellt
Erneut einbestellt: Botschafter Martin Erdmann. Foto: dpa
Türkei

Botschafter erneut einbestellt

Erst Kurden-Demo, dann Armenier-Workshop: Martin Erdmann muss sich Protest anhören. Das Verhältnis ist belastet.

19.09.2017
  • DPA

Ankara. Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden hat das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter Martin Erdmann einbestellt. Es war der 17. Vorgang dieser Art in seiner gut zweijährigen Amtszeit. Bei dem Gespräch am Montagnachmittag ging es um den seit Jahren ausgetragenen Streit, ob die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich vor mehr als 100 Jahren als Völkermord gelten. Die türkische Regierung protestierte gegen einen Workshop einer Stiftung. Das Auswärtige Amt erklärte nach dem Gespräch, der Botschafter habe die Unabhängigkeit von Stiftungen in Deutschland betont. In der Veranstaltung sei es um „pädagogische Konzepte bei der Vermittlung von historischen Themen“ gegangen, teilte das Auswärtige Amt mit.

„Es ist fast so, dass man den Überblick verliert, angesichts der vielen Einbestellungen unseres armen Botschafters“, kommentierte Außenamtssprecher Schäfer die hohe Frequenz. Die Einbestellung eines Botschafter gilt als eines der schärfsten Instrumente des diplomatischen Protests. Unter Nato-Partnern wird es normalerweise so gut wie nie genutzt. Insofern werfe das Vorgehen der Türkei ein „ganz bemerkenswertes Schlaglicht auf den Zustand der deutsch-türkischen Beziehungen“, sagte Schäfer. Auch das Auswärtige Amt bestellte den türkischen Botschafter in Berlin in den vergangenen zwei Jahren mehrfach ein – zuletzt nach der Verhaftung des Menschenrechtlers Peter Steudtner in der Türkei.

Erst am Samstag war Erdmann ins Außenministerium zitiert worden, weil bei einem kurdischen Kulturfest in Köln Bilder des Führers der auch in Deutschland verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, gezeigt wurden. Das Bundesinnenministerium hatte im März an die Sicherheitsbehörden der Länder eine Liste mit 33 verbotenen Symbolen gegeben, darunter ein Öcalan-Bild auf gelbem Hintergrund. Die Kölner Polizei verstand diese Liste nach eigenen Angaben so, dass nur genau diese Bilder verboten seien. Sie ließ daher das Schwenken von Öcalan-Fahnen mit anderen Bildern zu. Für das Bundesinnenministerium fallen dagegen alle Öcalan-Bilder unter das Verbot. dpa

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19.09.2017, 06:00 Uhr
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