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Südafrika

Bosch investiert kräftig in Afrikas Rohstoffsektor

Stromausfälle gehören in Afrika zum Alltag. Die Engpässe machen auch Unternehmen Probleme. Dennoch investiert Bosch dort intensiv.

09.02.2016

Von DPA

Kapstadt. Bosch will verstärkt in Afrika investieren und im Bergbausektor Fuß fassen. Der Stuttgarter Zulieferer von Industrietechnik und Dienstleistungen wolle in 24 Ländern des Kontinents im Bergbau tätig werden, sagte Michael Kloss, der Geschäftsführer von Bosch südlichder Sahara, auf der Bergbaukonferenz Mining Indaba. Die mit 7000 Teilnehmern weltweit größte Konferenz der Bergbauindustrie hat im südafrikanischen Kapstadt begonnen.

Aktuell hat Bosch zehn Standorte in Afrika, dort konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf die Bereiche Automobil, Prüftechnik und Sicherheit. Investitionen in Angola, Nigeria, Mosambik, Kongo, Äthiopien und Sambia stünden bei Bosch ganz oben auf der Liste, so Kloss.

Eine der größten Hürden für ausländische Investoren in Afrika bleiben die schlecht ausgebauten Elektrizitätssysteme und die damit verbundenen Ausfälle, die Wirtschaftswachstum bremsen und Profite schmälern. "Die Stromversorgung ist ganz klar eine große Herausforderung. Daraus ergeben sich auch Standortnachteile", sagte Kloss. In Südafrika, derzeit der Hauptsitz von Bosch in Afrika, hätten sich Stromausfälle im vergangenen Jahr auf mehrere Wochen summiert.

Etwa 70 Prozent der rund eine Milliarde Menschen in Afrika südlich der Sahara fehlt eine regelmäßige Stromversorgung. Die totale Stromerzeugungskapazität des Kontinents liegt bei nur knapp 150 Gigawatt - das ist etwa so viel wie in Belgien. Aufgrund schlechter Wartung, beschädigter Leitungen, Kraftstoffmangel und Diebstahl ist die Energiemenge, die tatsächlich zur Verfügung steht, sogar noch geringer.

Für Unternehmen wie Bosch ist daher klar: Sie müssen in Afrika ihre eigene Energieversorgung aufbauen, um beständige Produktion gewährleisten zu können, hauptsächlich mit Hilfe von Generatoren. Das sei teuer und wenig umweltfreundlich, sagte Kloss. "Wir suchen kontinuierlich nach nachhaltigen Lösungen, um energieeffizient herzustellen", sagt der Geschäftsführer.

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Erstellt:
9. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
9. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Februar 2016, 08:30 Uhr

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