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Bonde verzichtet auf ein Ministeramt
Er steht für Grün-Schwarz wie kaum ein anderer Grüner, zieht sich aber vorerst zurück: Alexander Bonde. Foto: dpa
Grüner: Rückzug zum Schutz der Privatsphäre

Bonde verzichtet auf ein Ministeramt

Der Minister für den ländlichen Raum, Alexander Bonde, steht nach Affären-Gerüchten nicht mehr für einen Kabinettsposten zur Verfügung.

03.05.2016
  • ROLAND MUSCHEL

Am Montagmorgen konnte der 41-jährige Alexander Bonde (Grüne), in den Zeitungen noch lesen, dass er zum Finanzminister im ersten grün-schwarzen Kabinett aufsteigen könnte. Da aber hatte sich der mit einer ehemaligen CDU-Bundestagabgeordneten verheiratete dreifache Familienvater schon entschieden, der weiteren medialen Befassung mit Gerüchten über eine zurückliegende Affäre mit einer Grünen-Politikerin durch den Rückzug aus der ersten Reihe einen Riegel vorzuschieben.

Er stehe für ein Ministeramt in der grün-schwarzen Regierung nicht mehr zur Verfügung, teilte Bonde erst Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dann via Facebook der Öffentlichkeit mit. Am Sonntag hatte er noch an führender Stelle für die Grünen die letzten Feinheiten des Koalitionsvertrags mit der CDU ausverhandelt, zugleich aber schon gesehen, dass die Spekulationen um sein Privatleben so schnell nicht aufhören würden.

Für Kretschmann, der die Arbeit seines scheidenden Ministers lobte, und seine Grünen ist der Rückzug ein großer Verlust. Der "grüne Schwarzwälder", wie sich Bonde einmal charakterisiert hat, ist als Bundestagsabgeordneter seit 2002 in grün-schwarzen Pizza- und Spaghetti-Runden sozialisiert worden. Nach dem Wechsel nach Stuttgart, wo er Kretschmann seit 2011 als Minister für den Ländlichen Raum diente, musste er aber mit teils scharfen Angriffen der CDU-Opposition leben. Die Schwarzen nahmen ihm vordergründig die Reform des Jagdrechts und die Einrichtung eines Nationalparks übel. Vor allem aber erkannten sie, dass die politische Pflege des ländlichen Raums durch einen grünen Trachtenjanker-Träger eine Gefahr für die CDU darstellte. Bei der Landtagswahl im März bestätigten sich die Befürchtungen - gerade in den Dörfern gewannen die Grünen Stimmen hinzu und selbst im ländlich geprägten Oberschwaben Direktmandate.

Der Politprofi hat die CDU-Attacken nicht minder scharf pariert, gerne auch via Twitter und Facebook. Als sich das grün-schwarze Bündnis aber abzeichnete, hat der Studienabbrecher die alten Kontakte rasch reaktiviert und genutzt, um das Bündnis mit der CDU zu zimmern. Der Koordinator der Realos im Landesverband hat dabei für seine Partei zwei der neun Arbeitsgruppen geleitet und war Mitglied des sechsköpfigen Kernverhandlungsteams um Kretschmann. Bei Bedarf, hat Bonde am Montag mitgeteilt, sei er bereit, weiter Verantwortung für das Land zu übernehmen, "aber nicht in der ersten Reihe als Minister".

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03.05.2016, 06:00 Uhr
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