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Heilbronner Volksfest: Mann gesteht Anruf

Bombendrohung aus Langeweile

Aus Langeweile drohte ein Mann mit einer Bombe auf dem Heilbronner Volksfest. Jetzt wurde er verhaftet und gestand weitere Straftaten.

27.08.2016
  • HANS GEORG FRANK

Heilbronn. Der 22 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Heilbronn ist für die Kriminalpolizei kein Unbekannter. Er ist mehrfach vorbestraft. Zumeist ging es um Vermögensdelikte wie Diebstahl, auch Sachbeschädigung wurde ihm nachgewiesen. Was er jetzt gestand, ist vom Strafmaß her weit gravierender.

Fast einen Monat nach der Bombendrohung am ersten Tag des Heilbronner Volksfestes wurde der Tatverdächtige festgenommen. Die Polizei hatte mit Erlaubnis eines Richters die Stimme des Anrufers via Internet veröffentlicht, der bei Polizei und Rettungsleitstelle fünf Worte sagte: „In einer Stunde – Bombe – Theresienwiese.“ 25 Hinweise gingen bei der Polizei ein, mehrere Personen nannten den Namen des 22-jährigen Deutschen.

Bei seiner Vernehmung gab der mutmaßliche Täter nicht nur die Bombendrohung zu, er gestand auch zwei schwere Brandstiftungen. Als Motiv nannte er Langeweile und „Probleme im privaten Umfeld“. Demnach hatte er im Keller eines Mehrfamilienhauses in Bad Wimpfen im Februar und März mehrere Müllcontainer angezündet. Dadurch war ein Sachschaden von 30 000 Euro entstanden. „Hätten die Anwohner den Brand nicht bemerkt, hätten auch Personen zu Schaden kommen können“, sagte ein Polizeisprecher.

Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen. Er wurde in eine Vollzugsanstalt gebracht. Für die Bombendrohung als „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ sieht Paragraf 126 des Strafgesetzbuchs bis zu drei Jahre Haft vor. Schwere Brandstiftung wird gemäß Paragraf 306a mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet.

Außerdem dürften auf den Tatverdächtigen finanzielle Forderungen von Festwirt und Schaustellern wegen des Umsatzverlustes zukommen. Auch die Polizei wird eine Rechnung für ihren Einsatz schreiben. Ohne den Brandschaden ist von 150 000 Euro auszugehen.

Durch die Bombendrohung war die vage Angst vor Anschlägen offenbar noch verstärkt worden. Auf den Festplatz kamen rund 50 000 Besucher weniger als in besseren Jahren. Dabei hatten die Veranstalter zusätzliches Sicherheitspersonal engagiert. Ins Bierzelt durfte nur, wer sich abtasten ließ und seine Tasche vorzeigte. Außerdem war die Polizei mit einer mobilen Wache präsent.

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27.08.2016, 06:00 Uhr
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