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Bodelshausens Liebeskämpferin verabschiedet sich vom Bachelor
Schönen Gruß und auf Wiedersehen: Franzi geht. Screenshot: ST
Franzi und Leonard (Le fin)

Bodelshausens Liebeskämpferin verabschiedet sich vom Bachelor

Der TAGBLATT-Liebesticker: Franziska Maichle aus Bodelshausen war Kandidatin im RTL-Format „Der Bachelor“. Das TAGBLATT dokumentiert den letzten Auftritt der 23-Jährigen in dem wöchentlich ausgestrahlten Amourenwettbewerb.

18.02.2016
  • Kathrin Löffler

Papst Benedikt, Horst Köhler, Lucien Favre, der Wendler: In diese Reihe großer Charaktere darf sich jetzt Franziska Maichle aus Bodelshausen einsortieren. Warum? Auch sie ging, bevor sie gegangen wurde. Aber sowas von erhobenen Hauptes. Eine Chronologie des honorablen Handtuchschmeißens.

Vor seinem vierten Die-guten-Girls-ins-Töpfchen-die-schlechten-Girls-ins-Kröpfchen-Votum bittet der Bachelor wieder zu Einzelstelldicheins. Erneut fährt RTL auf, was der Spaßkanon des 21. Jahrhunderts hergibt: Die Ladies lassen sich von Leonard auf Jet-Skis über den funkelnden Atlantik schleudern und beim Barbecue, nennen wir es „bekochen“. Franzi ist nicht erwünscht. „Es kann nicht jede treffen“, würgt sie tapfer hervor.

Konkurrentin Jasmin zieht dagegen das große Dating-Los. Leonard lädt sie zum Schwimmen im seichten Flusswasser. Mit Seekühen. Kann es Traumhafteres geben? Die Tiere haben viel von der Ästhetik einer sehr adipösen Moorleiche. Jasmin sagt einfach mal: „Ich habe sie angefasst. War super.“ Wird noch besser. Leonard und die Frau, die sich als „intelligenten Katzenfan“ versteht, arrangieren sich auf einem Freiluft-Lager. Es ist Nacht, man diskutiert Unterwäsche-Vorlieben, legt Köpfe schief, tauscht angemessen intensive Blicke aus, Zikaden und Mond erfüllen ihre Aufgaben (lauschig zirpen, idyllisch scheinen). Die Umstände fordern Privatsphäre. MacGyver Leonard bastelt ruckzuck einen Raumtrenner, aus, nun ja, einem Teppich halt. Der Zuschauer notiert Schmatzgeräusche. Fazit Jasmin: „Es hat immer geflowt.“

Derweil zweifelt die leonardlose Villeninsassin Franzi an ihrer altruistischen Flirttaktik: „Ich kann nicht immer nur geben, ich möchte auch mal was zurückbekommen.“ Doch statt ihrer greifen die Mitbewerberinnen Zahnbürsten ab. Weil er „den Mädels auf den Zahn fühlen“ möchte, kalauert Leonard gekonnt. Im bonbonfarbenen Cadillac gleiten der Bachelor und seine schmucken Accessoires, nein: Begleiterinnen durch sonnengetränkte Wolkenkratzerfluchten, in Little Havana schlecken sie Vanille-Eis, das Leben ist leicht und locker und pastellig. Doch „Der Bachelor“ ist so viel mehr als eine stumpf nach Fun und Action geifernde Hotpantsparade. Es geht schon auch um eine intellektuelle und moralische Wertegemeinschaft unter den künftigen Liebenden.

Deshalb stellt der Junggeselle die Gretchenfrage nach dem idealen Pärchenwochenende. Sandra sagt: „Fitnessstudio.“ Daniela schleimt: „Ich will deine Tochter kennenlernen.“ Leonard sagt: Koffer packen. Zu Sandra, logo. Daniela sagt: „Tut mir leid für Sandra.“ Dabei wächst ihr eine lange, hölzerne Nase.

Mit ihrem Familiensinn und ihrer aufrechten, einfühlsamen Art qualifiziert sich Daniela als Teilnehmerin eines Zweierrendezvous. „Du siehst umwerfend aus“, säuselt er. „Ich hab‘s handwerklich gut drauf“, verspricht sie. „Ihre Wirkung auf mich ist magisch“, erkennt er. „Dieses tiefsinnige Gespräch habe ich gebraucht“, bilanziert sie. „Wollen wir nach oben gehen?“, haucht er.

Für solche Gelegenheiten hat die Produktionsfirma gründlich im Gefühlskinokodex recherchiert. Ein Bett unter Myriaden von Rosenblättern ist vorbereitet. Es folgt: bisschen Süßholzraspeln, bisschen Getatsche, bisschen Knutschen. Dann Frühstück auf weißen Laken zwischen weißen Kissen im weißen Bademantel, alles ist weiß, weiß, weiß und extrem schick.

Zurück in der Mädchen-Villa muss Daniela zum Rapport antreten. „Das Luder!“ werten danach ihre Rivalinnen. Überhaupt: Die Befindlichkeiten mehren sich in Folge vier wie Fruchtfliegen auf einem Komposthaufen. Die Denise ist gar nicht so schüchtern wie sie tut, die Anni hat zwei Gesichter, Saskia hat kein‘ Bock auf Zickenkrieg, menno.

Und Franzi? Ist keine von der plakativen Ranschmeißerinnen-Sorte. Was sich als Problem entpuppt, der Auswähler steht auf weibliche Offensive. Franzi klagt: „Du weißt, dass ich Männern nicht hinterherrenne. Ich will, dass der Mann auf mich zukommt. Die anderen sind auf der Überholspur, und ich bin stehen geblieben.“ Zugegeben: Lässige Nonchalance geht anders. Der Angesprochene miesepetert: „Ich habe gemerkt, dass zwischen uns die Chemie nicht stimmt.“ Oh, oh.

Letzte Angriffschance vor der Nacht der Rosen. Eine abseitige Sitzgelegenheit, drauf der Bachelor, dazu Daniela, dazu Franzi. Aber: Die Bodelshäuserin verzieht sich. „Ich lass‘ euch mal allein.“ Huch?

Showdown. Leo zückt sein florales Selektionsgestrüpp. Dem feingeistigen Beobachter schwant: Es wird schwer für Franzi. Doch die grätscht Leonard in sein Auslesevorhaben, ehe der sie öffentlich mit einer Nicht-Rose brüskieren kann. „Ich habe beschlossen, dass ich lieber jetzt gleich gehe.“ Sagt‘s und steht auf. Das große Segelstreichen, die Flinte im Korn, Kapitulation? Nö: „Der Funke ist einfach nicht übergesprungen.“, sagt Franzi. Ein souveräner, selbstbestimmter Abgang hat ja noch keinem geschadet. Oder haben Sie vom Wendler schon mal was anderes gehört?

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18.02.2016, 21:00 Uhr
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